Gute Frage - und keiner spricht?
Ein Künstler, der sehr raumbezogen arbeitet und den ich sehr mag, ist Richard Serra. Unter den "großen" (und kleinen) Architekten sind viele, die entweder eine freie künstlerische Vorgeschichte haben oder die sich auch jetzt noch parallel zu ihrem Architekten-Dasein mit freien Arbeiten bei Laune halten.
Zaha Hadid hat Jahrzehnte lang nur atemberaubend schöne Grafiken gemacht, bevor sie ihren ersten Bau realisiert hat. Von Libeskind gibt es auch die schönen Zeichnungen von Raumphantasien aus seiner frühen, theoretischen Phase.
Von Richard Meier wusste ich, dass er neben seiner Architektur lustige konstruktivistische Collagen aus Zeitungsschnipseln macht. Vor kurzem sah ich, dass er die ganze Zeit auch Skulpturen produziert hat, die neulich mal irgendwo ausgestellt waren - bis hin zum kubistischen Design eines Rechteck-Flügels
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Das, was Du für COOP Himmelblau gesagt hast, gilt doch für alle Utopisten der 1960/70er (z.B. auch Archigram). Mit dem ersten funktionierenden Gebäude ist man als Architekt für die "freie" Kunst m.E. in gewisser Weise verbrannt ...