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Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 20.03.2008 Uhrzeit: 10:10 ID: 27607 | Social Bookmarks: Also die 750 Euro sind doch durchschnittl. genannt, d.h. sie verdient mal mehr, mal weniger. Kann ich schon nachvollziehen, ich denke nicht, dass sie für 750 Euro 40 h pro Woche arbeitet, sondern eher mal Aufträge zwischendurch macht. Zum konkreten Problem: Man kann auch ohne KV zum Arzt gehen, das ist kein Problem. Kostet dann halt, d.h. der Arzt wird dir, wie bei Privatpatienten auch, eine Rechnung ausstellen. Und die ist in Deutschland leider nicht gerade billig (war mal privat versichert und beim Facharzt gewesen, keine grosse Sache, hat aber 110 Euro gekostet). Wenn du nichts sooo dramaisches hast, kann es auch passieren, dass der Arzt das auf Kulanz macht und es dann so gut wie gar nichts kostet (auch schon erlebt). Ansonsten, wenn du grenznah wohnst, vielleicht im anliegenden Ausland zum Arzt gehen, ist evtl. billiger. Für die Zukunft: Unbedingt KV abschliessen! Dabei gehts ja gar nicht um die Arztbesuche, die kann man notfalls irgendwie aus eigener Tasche bezahlen, aber stell dir mal vor, du hast einen schweren Unfall und musst ins Krankenhaus, oder du kriegst Krebs oder so. Ohne KV kannst du danach dein Leben lang die Schulden abarbeiten... Die private KV wird relativ teuer sein (weiblich und 37), die gesetzliche kostet normalerweise für Selbständige ab 250 Euro oder so pro Monat. Aber, wenn man so gering verdient, kannst du das sicher auch billiger machen, dafür müsstest du da einfach mal anrufen. Bei deiner Partnerin mitversichern geht ja sowieso nicht, wenn ihr nicht eingetragene Lebensgemeinschaft seid. Deshalb verstehe ich aber auch das Problem mit der Arbeitslosigkeit und den Finanzen offen legen nicht. Solange ihr nicht irgendwie eingetragen seid, interessiert das Amt doch nicht, mit wem du da zusammen wohnst, das läuft dann doch unter WG. Aber du kannst dich ja eh nicht wirklich arbeitslos melden, da du ja Einkommen hast. Aber mal ganz ehrlich, zusammen habt ihr ein Einkommen von fast 2000 Euro netto, das sollte doch für 2 Personen gut reichen (falls ihr nicht gerade in München im Schicki-Micki-Viertel wohnt). Würde auch mal die Partnerschaft überdenken, entweder man ist zusammen und wohnt zusammen und zahlt zusammen, oder eben nicht. In Zeiten wo ich nicht oder schlecht verdiene kommt mein Partner für mich auf und umgekehrt... |
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mika: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 20.03.2008 Uhrzeit: 12:20 ID: 27609 | Social Bookmarks: Ich glaube, wir haben lumineas inzwischen eingeschüchtert, in dem wir ihr gesagt haben, was sie eigentlich schon längst wußte. Es gibt da zwei Probleme und das KV-Problem ist nur das Resultat. 1. Der innere Schweinehund. 2. Verunsicherung durch die Arbeitsmarktlage. Zu zweitens: Es gibt tatsächlich im Moment viel mehr Stellenausschreibungen als in den letzten zwei Jahren. Leider heißt dass aber nicht automatisch, dass jetzt jeder eine Stelle bekommt, und leider auch nicht, dass es die Stelle ist, nach der man eigentlich sucht. Dazu sind die Büros und die Tätigkeiten als Architekt zu unterschiedlich. Was man aber aus dieser Situation ziehen sollte, ist die Motivation und das Selbstbewußtsein, sich doch wieder auf die Suche zu begeben. Gerade in einem Fall, wie dem hier. Ich kenne das selber, wenn alle jammern, wie schlecht die Arbeitssituation ist, verfällt man leicht in eine Depression und gibt sich mit dem zufrieden, was man hat, auch wenn es sehr viel weniger ist, als andere haben, Hauptsache man hat was. Man gelangt zu der Überzeugung lieber, den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Aber jetzt ist eigentlich die richtige Zeit um aus dieser Duldungsstarre auszubrechen. Also die beste Zeit eine Bewerbungsmappe zu machen oder aufzufrischen, wenn man es nicht schon gemacht hat. Und dann raus damit. Was hat man schon zu verlieren. Zu erstens: Zu verlieren hat man höchstens das wohlig warme Verhältnis mit seinem bisherigen Chef und den Alltragstrott, an den man sich so sehr gewöhnt hat. Dabei vergisst man, vielleicht auch aus Bequemlichkeit, dass der Chef vielleicht nur deshalb so nett zu einem ist, weil man ihm die eigener Arbeit so billig verkauft. Und dass das Büro vielleicht gar nicht mehr existenzfähig wäre ohne dieses Geschenk. Was ich damit sagen will, es ist an der Zeit zu erkennen, dass jeder nur eine begrenzte Lebensarbeitszeit hat, und der Chef verdient nur deshalb mehr, weil er Arbeit schafft. Er sollte aber Arbeit aus eigener Leistung schaffen, und nicht aus den niedrigen Gehältern seiner Arbeiter. Denn Angestellte bist Du nicht. Und dass ist auch so eine asoziale Haltung vieler Architekten. Klar, wenn die Büros nicht stetig Arbeit haben, ist es ein ziemliches Verlustgeschäft Gehälter zu zahlen wegen Kündigungsschutz. Aber im Falle einer Beschäftigung als Freiberufler sollte das Büro wenigstens so anständig sein, wenigstens so viel zu zahlen, wie sie zahlen würden, wenn man Angestellt wäre mit Sozialabgaben (das wären meiner Meiniúng nach mindestens 15€/h). Viele rechnen aber so, dass sie nur das zahlen, was ein Angestellter netto bekommt. Dass der davon noch eine KV und PV und eventuelle noch RV selber zahlen muss, und dass diese Beträge höher sind als, dass der Teil den ein Angestellter sonst zahlt, wird ignoriert. Das ist, finde ich, asozial und nicht nett. Also ist der liebe Chef gar nicht so nett, wie er zwischenmenschlich tut. Und der innere Schweinehund ist der, der einen davon abhält, etwas an dieser Ausbeutung und dem Selbstbetrug zu ändern. Da gilt es zu erkennen. Wenn Du, lumineas, dass realisierst, wirst Du einsehen, dass Du etwas an Deiner Situation ändern musst, wenn sie Dir nicht gefällt bzw. Du nicht irgendwann einen Offenbarungseid leisten willst, weil Du den Krankenhausaufenthalt nicht zahlen konntest. Und mit nicht gefallen meine ich auch keine KV zu haben, und Angst zu haben, zum Arzt zu gehen oder beim Arbeitsamt Beihilfe zu beantragen, sich trauen zu lassen oder was auch immer. Jeder ist seines eigenen Glückes Schied. Auch wenn manche inzwischen härter zu schlagen müssen. Und lass es nicht so weit kommen, dass das Schicksal Dich erschlägt. |
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Kieler: Offline
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 20.03.2008 Uhrzeit: 13:26 ID: 27610 | Social Bookmarks: Zitat:
Übrigens stimme ich Dir zu, bei 750 € (die wohl eher "nebenbei" als freiberuflich verdient werden) sollte man sich Gedanken über die Einnahmen- und nicht über die Ausgabenseite machen... | |
Social Bookmarks: Du triffst den Nagel auf den Kopf! | |
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Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 20.03.2008 Uhrzeit: 17:15 ID: 27612 | Social Bookmarks: Also Leute, es kommt doch darauf an, wie die 750 Euro zustande kommen. Ich denke nicht, dass es sich um ein Vollzeitgehalt handelt... Ich hab in der Zeit, wo ich nicht hauptsächlich im Büro gearbeitet hab, sondern nur selbständig, manchmal auch nur 500-1000 Euro im Monat gehabt. Die hab ich dann aber auch in einer Woche verdient, während ich den Rest des Monats keine Aufträge hatte. Wir wissen doch die Umstände gar nicht, vielleicht arbeitet sie wirklich nur ein paar Tage im Monat, und dafür ist es doch gut bezahlt. Auf Dauer ist das natürlich immer noch zuwenig Geld, aber da müsste sie sich dann um weitere Aufträge bemühen, was ich immer Recht schwierig fand. Vielleicht warten wir einfach mal ab, ob sie sich nochmal dazu äussert ;-) |
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mika: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 20.03.2008 Uhrzeit: 17:44 ID: 27614 | Social Bookmarks: Zitat:
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