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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 08:47 ID: 30408 | Social Bookmarks: Zitat:
Vergleichbarkeit herzustellen. Was war in den 35 k alles enthalten, Haustechnik, alle Nebenkosten, UST...? Es ist ja auch mal ein völlig neuer Gedanke, dass bei unserer permanent sinkenden Bauqualität Jemand von überzogenen Ansprüchen redet, mon compliment ![]() Wir wollen doch wenigstens die gesetzlichen Anforderungen einhalten, oder? Also wenn wir hier ein 50k Haus planen wollen, müssen wir mal die Rahmenbedingungen festzurren. Nordlicht hat sich ja zurückgezogen, vielleicht sollten wir uns diese also selbst definieren, spannend ist es schon... | |
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Ort: Wetzlar ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 09:10 ID: 30409 | Social Bookmarks: Kieler, du hast insofern Recht, als dass man natürlich erst mal eine vergleichbare Basisausstattung bzw. Baugröße braucht. Ich hab mich übrigens vertippt. Es waren natürlich DM und nicht € ![]() Richtig ist auch, dass ich als Zimmermeister mit eigener Werkstatt ganz anders rechnen kann und viiiiiiel mehr Eigenleistung ansetzen kann. Angefangen von der Planung bis hin zur Ausführung. Ich kenne jedoch auch Ferienhäuser, die heute, bei einer WFL von 90m² zu einem Preis von 80.000€ verkauft werden incl. Grundstück. Die werden zunehmend ganzjährig bewohnt. |
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 09:22 ID: 30410 | Social Bookmarks: Gar nicht mal ein Witz: 46.500€ brutto inkl. Klimaanlage, Fußbodenheizung, Teppich, Sanitär-/Kücheneinrichtung...und nagelneu |
Social Bookmarks: Zitat: Teurer Spaß. Der Anhänger (das Fahrgestell) ohne Wohnaufbau ist bestimmt unter 5.000 € zu bekommen. Nimmt man dann die verbleibenden 41.500 € und teilt sie durch ca. 18 m² Wohnfläche, dann kommt man auch auf 2.300 € pro m² bei einem Serienprodukt. | ||
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 10:08 ID: 30412 | Social Bookmarks: ist aber auch die de luxe Version ![]() |
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![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 11:20 ID: 30413 | Social Bookmarks: Hallo zusammen, hab erst jetzt gesehen, dass plötzlich so viele Antworten eingegangen sind. Also wir brauchen Platz, aber der Rest kann ruhig etwas einfacher sein. Also an Wohnfläche rechne ich mal etwa 130qm, da unser Hobby einiges an Platz verschlingt. Trotzdem benötigen wir nur ein Bad (ein GästeWC wäre dann Luxus). Das Bad reicht in einfach weiß - wir brauchen keine Extras. Manche Häuslebauer rechnen schon 10.000 Euro alleine für's Bad - wieso? Ein weißes Waschbecken gibt es für unter 50 Euro. Wenn es kaputt geht, wird es ausgetauscht... Die Räume können gern offen sein. Sofern die Dämmung recht gut ist und die Aufteilung gut überdacht wurde, würden wie am liebsten ganz auf eine herkömmliche Heizung verzichten und auf einen Kamin zurückgreifen. Fließend Wasser, Strom, Internet muss natürlich vorhanden sein. Natürlich ist der Anteil an Eigenleistung hoch und der Komfort geringer. Eine Alternative ist in der Tat ein älteres Haus. Diesbezüglich sind wir schon länger auf der Suche, aber wir halten auch nach Alternativen ausschau. Ich war noch nie in einem Trailerhouse, aber diese (ca. 100qm) soll es in den USA schon für 30.000 Dollar geben. Warum nicht hier? Zitat:
Mir geht es nicht um "normale" Hauser mit "Stein auf Stein", diese sind hierzulande zu teuer - das weiß ich auch... Im Moment sind wir nur auf der Suche nach Anregungen. Ich kenne einige Projekte (earthships...), aber bisher wurde keines in Deutschland realisiert. Das liegt wohl nicht unbedingt an mangelnden Interessenten (auch, wenn viele diese Art des Wohnens/Bauens ablehnen), sondern wohl mehr an den deutschen Bestimmungen. Unabhängig von der individuellen Meinung, ob man so leben möchte - wäre so etwas in Deutschland erlaubt? A Low Impact Woodland Home Die gleiche Frage stelle ich auch bezüglich Strohhäuser, Earthships und Containerhäuser. Man kann ja nicht einfach ein Grundstück kaufen und "einfach drauf losbauen". Architekt, Bauantrag (bei diesen Fällen wohl eher hoffnungslos) und unzählige Regelungen versperren den Weg - oder? Gruß Nordlicht | |
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 11:59 ID: 30414 | Social Bookmarks: Zitat:
neukaufen sind Rudimente der Wegwerfgesellschaft...pfuideibel. Das ist zudem höchst unökonomisch, interessant ist bei einem Haus nämlich nicht, was Laien leider oft übersehen, die Anschaffungssume, sondern der monatliche Abtrag. Der zweite Punkt ist auch hier ein Missverständnis, das wohl auf mangelnder Sachkunde beruht. Um sich zu waschen, braucht man nicht nur ein Waschbecken, sondern auch eine Waschtischbatterie, Eckventile, ein Montageelemnt, Sifon, Ablage, Rohre, Spiegel etc. Dann werden aus Deinen 50€ schnell über das Zehn- bis Zwanzigfache. Das zieht sich dann durch alle Bereiche. So sind für ein 7m² Bad ohne Wanne und ohne Fliesen leicht vier-/fünftausend Euro weg. Zitat:
verdienen und die Preise somit künstlich hoch gehalten werden, das Gegenteil ist Realität. Natürlich kannst Du Dir ein Erdloch graben, das gibt es hierzulande auch schon (sogar mit Bauantrag), Du wirst Dich wundern wie teuer Erd- und Abdichtungsarbeiten sind. Beispiel Es gibt übrigens auch bei uns Häuser die komplett aus Abfall gebaut wurden, ich habe die Erfahrung gemacht, so traurig das auch ist, dass Recycling in den Allermeisten Fällen teurer ist als Neueinbau und dann ist der Baustoff eben auch gebraucht und hat in der Regel weniger gute technische Eigenschaften. Wir machen es in Absprache mit dem Bauherren dann doch manchmal, um Müll zu vermeiden, aber nur in seltenen Fällen (z.B. ein altes Fenster als Trennwand im Werkstattbereich). Das ist aber mehr fürs Gefühl. | ||
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![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 12:02 ID: 30415 | Social Bookmarks: Oh ja die Trailer parks...... dir ist ja schon klar, dass so ein trailer bzw. wohnwagen èberhaupt nicht für eine Winterbewohung taugt? Tauwasser durch Temperaturunterschiede und enorme Heizkosten, und ein durchweg klammes kaltes Raumklima in dem einfach nichts mehr trocknet sind dann deine ständigen Begleiter. In Frankreich wohnen leider immer mehr normale Familien in Mobilehomes, weil sie aufgrund der Wohnmarktlage nicht mehr in der Lage sind, sich normale Wohnungen anzumieten. Ich würde mir erst mal realistisch überlegen, was ich denn will usw. Wenn du auf allen Energiekomfort verzichten willst, kannst du dir doch gleich einen Altbau kaufen, dort hast du alles und für jedes Budget ist was zu finden. Das kleine Haus von Archimedes ist natürlich in der €/m² Rechnung sehr teuer, einfach wegen Grundkosten (erschliessung etc). Wenn man dann noch ein paar m² Wohnfläche draufpackt, kann man natürlich ein besseres Verhältnis erzielen, jedoch überschreitet man dann auch das Gesamtbudget.... |
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Ort: Wetzlar ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 14:12 ID: 30417 | Social Bookmarks: Es wäre schon mal eine interessante Aufgabe. Ein inländisch geplantes und produziertes Gebäude bzw. Wohnhaus, sagen wir mal 80m² WFL + 20m²NFL, ohne Keller, zu "erstellen". Zielvorgabe wäre ein Herstellungspreis von 50.000€. Darin nicht enthalten wären die Kosten für Grundstück, Grundstückserschliesung sowie Notariatskosten usw. Beinhaltet sollten Planungskosten sein. Das Ganze bezugsfertig, d.h. incl. Sanitärobjekten. 1 Wohnbereich, 1 Küche/Eßbereich, 1 Schlafzimmer, 2 Kinderzimmer, 1 Bad/Dusche WC, 1Gäste WC, 1 Vorats- und. HW Raum. Denkbar wäre es, die Kinderzimmer in eine Empore zu legen. Ich würde sogar eine Eigenleistung von 15% annehmen, denn Tapete, Fußboden und so könnte man einem "Günstigbauer" zumuten. Das ganze würden wir uns dann als "Tektorum-Haus" schützen lassen und von den Planungskosten gingen 10% in die Kaffeekasse ![]() |
Social Bookmarks: Eine schöne Aufgabe...jedenfalls für Studenten als Semesterprojekt. Als Architekt tust Du Dir schon mit den normalen Wohnhäusern für 200.000 € keinen Gefallen mehr. Die Planung und Bauleitung ist heutzutage so aufwändig, daß man mit dem Honorar schon hart am Existenzminimum vorbeischrammt. | |
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Ort: Wetzlar ![]() ![]() Beitrag Datum: 03.09.2008 Uhrzeit: 16:01 ID: 30420 | Social Bookmarks: @Archimedes, ich kann mir vorstellen, dass ein Architekt hier an einem Haus natürlich nichts verdient. Und auch ein Handwerker wird keine großen Sprünge machen. Letztendlich wird ein solches Konzept nur funktionieren, wenn man quasi ein Systemhaus "erfindet". ![]() Schwerpunkt bei den Architektenleistungen muß hier die Bauleitung und - überwachung sein. Großartige individuelle Planung wäre ja auch zusätzlicher Luxus und widerspräche dem Gedanken des günstigst Bauens ![]() Im Prinzip würde hier das Ferienhaussystem aufgegriffen - ein Musterentwurf für viele Häuser. So läuft es doch im Grunde bei Ferienhaussiedlungen. Dort werden zwei, drei Haustypen geplant und dann jeweils x-mal gebaut. Hier reduziert sich der, auf jedes einzelne Objekt entfallende, Planungskostenanteil doch erheblich. Zudem zeigt es sich, dass in einem solchen Fall die HOAI nicht mehr "trifft". Dadurch, dass die Architektenleistung prozentual an die Baukosten gebunden ist, wird der darin steckende Fixkostenanteil nicht richtig gewürdigt. |
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Tobias: Offline
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Hochschule/AG: Projektentwickler / Architekt ![]() Beitrag Datum: 15.11.2008 Uhrzeit: 12:43 ID: 31286 | Social Bookmarks: Kein Haus ist günstig, wenn man für das Grundstück noch einen hohen Kaufpreis berappen muss. Im Dunst der Großstädte ist die günstigste Variante ein Reihenmittelhaus für ca. 100.000 €, inkl. Grundstück. Hier gibt es zwei Bauträger am Markt, die so ein Haus mit ca. 84qm Wohnfläche anbieten. Alle anderen Projekte, die augenscheinlich einen günstigeren Preis propagieren, sind oft nur auf den ersten Blick günstig. Ein Strohballenhaus ist anfangs bestimmt günstig, ich möchte aber nicht wissen, wie die Kostensituation nach den ersten 10 Jahren in Bezug einer Feuerversicherung aussehen. Alleine durch de EnEV 2009 werden die Hauspreise nochmals deutlich teurer. Langfristig sollen diese Mehrkosten durch die niedrigeren Heizkosten ausgeglichen werden. Man muss schon genau hinschauen, welches Haus am Ende in der Tat günstig ist. |
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monibra: Offline
![]() Beitrag Datum: 29.06.2009 Uhrzeit: 08:39 ID: 34302 | Social Bookmarks: Also 50.000 Euro ist schon sehr wenig, dafür hätten wir nicht mal das halbe Haus bekommen. Das hängt natürlich von den Ansprüchen ab, aber da muss man glaub ich schon sehr minimalistisch planen. Ich hatte auch nicht die gesamte Summe als Eigenkapital und musste mir mit einer günstigen Baufinanzierung helfen lassen. Aber es lohnt sich, denn besser einmal mehr investiert, als später mehrmals nachinvestieren zu müssen. |
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conqueror: Offline
Ort: Siegen ![]() Beitrag Datum: 29.07.2009 Uhrzeit: 22:33 ID: 34640 | Social Bookmarks: Also das hier ist kein Haus, aber zur Not würds das doch auch tun oder. ![]() Also schön ist es alle Mal. Carporto.de - Ihr individuelles Carport! |
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