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lucky luke: Offline
![]() Beitrag Datum: 31.08.2009 Uhrzeit: 16:01 ID: 35111 | Social Bookmarks: Nochmals hallo an Alle, also ich möchte nochmals betonen, dass ich hier keine Entwürfe erwarte !!! Es stellt sich mir aber die Frage, ob folgende Herangehensweise in meinem speziellen Fall überhaupt möglich wäre : Bitte stellen Sie sich vor, ich wäre Ihr Auftraggeber und käme mit folgender Aussage zu Ihnen : 1. Ich beharre nicht auf die 45 ° Wände und den halbrunden Treppenaufgang etc. noch auf sonstige zuvor dargestellte Umsetzungen, sondern ich lasse Ihnen völlig freie Hand für eine "überlegene, funktionell und zeitlose Grundrissgestaltung". Die Anordnung der Zimmer überlasse ich dem ausführenden Architekten unter Berücksichtigung der Grundstücksgegebenheiten/Verhältnisse und der "Himmelsrichtung". 2. Meine Wünsche und Vorstellungen, die möglichst realisiert werden sollten, sind : a) eine sehr offene ( großzügige ) und lichtdurchflutete, freundlich-helle Bauweise mit fließenden Wohnbereichsübergängen, einer Wohnküche, großem Eingangsbereich mit imposanter Treppe und fließenden Übergängen zur Natur / zum Außenbereich mit Terrasse( n) b) es sollten vorzugsweise die Baustoffe Bruchstein, Glas und Holz verwender werden c) Dies alles muss ( aufgrund des 35 er Baugebietes ) in einem Gebäude erfolgen, welches in eingeschossiger Bauweise mit ausgebautem Dachgeschoss errichtet werden muss, ein Sattel-oder Walmdach erhält, über eine Doppelgarage verfügt ( vorgeschrieben ) und eine Größe von 21 m x 12 m nicht überschreitet. Wäre dies unter den gegeben Umständen überhaupt machbar oder schließen sich eingeschossige Bauweise mit Sattel oder Walmdach und offene ( großzügige ) und lichtdurchflutete, freundlich-helle Bauweise mit fließenden Wohnbereichsübergängen gegenseitig aus ? ( Diese Frage meine ich wirklich ernst und soll weder ein "Test" noch eine dumme oder provokante Frage sein ) Ein moderner - oder wie auch immer bezeichneter- kubistischer, ein oder zweigeschossiger Flachdachbau, wie sie heute oft zu finden sind, ist in meinem Fall aus baurechtlichen Gegenbenheit keinesfalls realisierbar. |
Social Bookmarks: Hallo Herr Luke! Die von Ihnen beschriebene Aufgabenstellung wäre sicherlich lösbar ohne das etwas herauskommen müßte, was dem gleicht, was Sie als Grafik angefügt hatten. Ich denke, es wäre noch viel Beratungsarbeit notwendig, daher sollten Sie sich wirklich an einen Tisch mit einem Architekten setzen. Übrigens: Sie haben sich die Mühe gemacht und im Lageplan Orts- und Straßennamen zu entfernen. Durch den angegebenen Rechts- und Hochwert R 2390xxx,x H 5699xxx,x läßt sich Ihr Grundstück metergenau lokalisieren. Nur so am Rande. | |
Registrierter Nutzer Registriert seit: 13.11.2004
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mika: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 01.09.2009 Uhrzeit: 00:48 ID: 35115 | Social Bookmarks: Ja, Zitat:
Zitat:
Die auf den Anhängen dargestellten Ansichten, stehen in keinem zwingenden Zusammenhang mit dem Baurecht, auch nicht mit §35. Das sind lediglich Auslegungen, die versuchen historische Vorbilder aus oberflächlichen Erinnerungen nach zu armen. Ich werde zudem das Gefühl nicht los, dass Sie sich bereits mit einen Bauunternehmer in einer Planung befinden, was ja nicht verwerflich ist. Ich kann Sie daher nur noch mal ermutigen das Gespräch mit einem guten Architekten zu suchen, das aber auch mit Ihrem Bauunternehmer abzusprechen. Dazu möchte ich aber noch etwas zum Verständnis des Architekten hinzufügen: Wie sie vielleicht wissen, arbeiten Architekten sehr viel, nicht zu letzt, weil sich der kreative Teil der Arbeit nicht erzwingen läßt. Dabei ist die Honorierung im Vergleich zu anderen akademischen Berufen jedoch schlecht. (In meinem Fall zeigen meine Freude als nicht Architekten zunehmend weniger Verständnis für diesen Arbeitszustand.) Der einzige Grund, warum Architekten trotzdem so viel bzw. weiter arbeiten, ist die Motivation, das Ihnen jeder Auftrag die Möglichkeit bietet, als "Reiseleiter" auf eine neue "Safari" zu gehen, auf der es etwas Neues zu entdecken gibt. Diese Motivation ist natürlich ungleich geringer, wenn das Ergebnis schon fast feststeht. Das Wenn Sie also meinem Rat folgen, tun Sie sich und dem Architekten eine Gefallen: machen Sie sich frei von Vorstellungen aus Fertighaus-Katalogen, stöbern sie lieber in einem guten Buchladen in Büchern über Architektur. Das kann ganz trivial beginnen mit Büchlein, wie "Häuser der Welt" oder ähnliches. Sehen Sie sich z.B. auch Bücher zu Frank Lloyd Wright oder Louise Kahn an. Vielleicht fallen den anderen hier noch weitere Inspirationsqellen zu den angestrebten Typus ein. Die darin gefundenen Inspirationen können dann wiederum als Basis für ein Gespräch mit einem Architekten dienen. Sie müssen dabei nicht, auch bei dem vermuteten finanziellen Hintergrund nicht, die Arbeit des Architekten machen, sondern, nur Beispiele für Räume finden, die Ihnen gefallen. Und dann kann die Reise los gehen. | ||
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