|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 08.07.2005
Beiträge: 37
smurf: Offline
Ort: Hamburg ![]() Beitrag Datum: 04.09.2007 Uhrzeit: 21:39 ID: 25308 | Social Bookmarks: den durschnittlich verdienenden gas-wasser-sch... -Menschen möchte ich gern mal sehen, der mit kanpp 3000 € brutto im Monat nach Hause kommt. eine sogenannte "stichprobe" scheint mir da doch ein wenig zu dürftig um eine wirklich aussagekräftige tabelle abzudrucken, die wohl nicht viel mehr ist als eine "hüfthoch geschossene" vermutung. aber ja, drucker verdienen wohl in der tat recht ordentlich. |
|
ehem. Benutzer Registriert seit: 09.01.2006
Beiträge: 224
tenorvision: Offline
![]() Beitrag Datum: 05.09.2007 Uhrzeit: 10:55 ID: 25310 | Social Bookmarks: guten tag allerseits... ich halte diese, im moment alle 2 wochen erscheinenden neidtabellen ebenfalls für absolut nicht beachtenswert... erst die bild, dann die mopo hamburg, dann der stern( oder wars focus), jetzt mopo berlin.... das ist doch im besten fall ein gesprächsstoffgeber für kollegen in der mittagspause. oder für frustrierte akademiker...die über umschulungen nachdenken ![]() mfg tenorvision |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 30.04.2006
Beiträge: 12
dreome: Offline
![]() Beitrag Datum: 05.09.2007 Uhrzeit: 11:25 ID: 25311 | Social Bookmarks: Ich halte diese Seite auch nicht für sonderlich objektiv...sicherlich sind diese "Eintragungen" eher diffuse wünsche als realität.... wenn architekten im "Schnitt" in den ersten jahren bei 3000 Euro liegen...gäbe es ja unzählige, die bei den min. gehältern von 1500 bis 1800 Euro weit über 4000 bis 5000 Euro liegen müssten....?! Ich kenne niemanden, der innerhalb der ersten 5 Jahre über 4000 geschweige denn 5 Riesen kommen würde..... |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 20.04.2008
Beiträge: 2
berliner36: Offline
![]() Beitrag Datum: 20.04.2008 Uhrzeit: 20:44 ID: 28165 | Social Bookmarks: im grunde genommen ist der architekt generell unterbezahlt. ein projektleiter hat im grunde genauso viel verantwortung wie ein oberarzt, nein der oberarzt wird ja eh nicht verklagt. demnach hat der architekt noch mehr verantwortung. wieviel verdient ein oberarzt? geschweige ein chefarzt? also dieses gerede von 3000, 4000 oder 5000 Euro ist doch echt lächerlich. wenn ein haus abbrennt oder einstürzt stellt sich meist nicht die frage ob es ein fehler war- sondern es ist ein fehler und die frage muss eigentlich nur noch beantwortet werden ob der architekt oder der statiker schuld ist. kenne eigentlich keinen beruf mit solcher letztendlichen verantwortung. wenn ein pilot abstürzt- ist er zu 100 prozent tod, da interessiert die schuldfrage den piloten nicht mehr- also hat er zwar eine verantwortung die aber nicht mehr zum tragen kommt. wir brauchen eine starkte lobby, wie die der ärzte oder rechtsanwälte, mehr nicht... |
|
Social Bookmarks: muss man sich nach der neuen HOAI Novelle überhaupt noch sorgen über Architekten und deren Vergütung machen, wenn ihre Arbeit einfach nicht angemessen belohnt werden soll und somit ihre Daseinsberechtigung in Frage gestellt wird? HOAI-Novelle - Referentenentwurf mit Stand vom 08.02.2008 - HOAI.de - Forum
__________________ [...selbst das Vertraute ist nur wohl bekannt, solange man darauf verzichtet, genau hinzusehen.] [Daniel Kehlmann] | |
|
Social Bookmarks: Ich hatte mir das mit der neuen HOAI auch schon angeschaut. So ganz revolutionär ist das nicht. Unterm Strich eine leichte Erhöhung bei den LPHs 1-5, aber inflationsbereinigt seit 1996, treibts einem die Tränen in die Augen. Die Abschaffung des Umbauzuschlags trifft die Architekten natürlich besonders hart, weil das Bauen im Bestand stetig zunimmt. Diese HOAI-Novellierung ist ja, wenn sie überhaupt noch zur Einführung kommt, sowieso nur für eine sehr kurze Zeit relevant. Danach wird es eine EU-einheitliche Lösung geben, die vermutlich nicht positiver für deutsche Architekten ausfallen wird. Vielleicht orientiert man sich dabei an den in Polen oder Rumänien üblichen Honorarsätzen für Architekten ![]() Wenn man langfristig als selbständiger Architekt bestehen möchte, kann man sich nicht dauerhaft an den Mindestsätzen der HOAI orientieren, sondern muß seine eigene Formel finden. Diese kann je nach Situation und Leistungsbild mal etwas unter, aber durchaus auch deutlich über den HOAI-Sätzen liegen. Bei Steuerberatern oder Rechtsanwälten gibts schließlich auch starke Schwankungen bei den Stundensätzen. Es gibt da aktuelle Stundensätze die sich zwischen 80 - 200 €/netto pro Stunde bewegen. Der selbständige Architekt kann seine Arbeit ja eher selten nach Stundenlohn abrechnen und muß sich meist mit "mageren" 30 - 60 €/netto die Stunde begnügen, wenn er sein Honarar nach den Tafeln der HOAI berechnet hat und dieses am Schluß durch die tatsächlich geleisteten Stunden teilt. Die HOAI sollte, wenn sie tatsächlich so kommt, zukünftig nicht mehr Preisrecht, sondern als reine Empfehlung gesehen werden. | |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 09.11.2004
Beiträge: 678
Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 21.04.2008 Uhrzeit: 08:47 ID: 28171 | Social Bookmarks: Zitat:
30 Euro/Stunde: 40h pro Woche macht im Monat 4800 Euro 60 Euro/Stunde: 40h pro Woche macht im Monat 9600 Euro Ok, jetzt kommt wieder das Argument, dass man ja evtl nicht genug Aufträge hat und nicht Vollzeit arbeitet. Aber bei 60 Euro/Stunde kann man auch gut den halben Monat arbeiten, naja, eigentlich reicht da sogar schon eine Woche Arbeit... | |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 07.08.2006
Beiträge: 1.185
personal cheese: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 05.09.2007 Uhrzeit: 12:27 ID: 25312 | Social Bookmarks: Man sollte natürlich auch bewerten, wer und wieviele Leute sich an der Umfrage beteiligt haben. Die Morgenpost schreibt dazu: "In der Online-Datenbank der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sind die Einkünfte von rund 90 000 Menschen aus Deutschland registriert. Die Beschäftigten haben die Daten selbst gemeldet. Darunter sind sowohl Löhne und Gehälter von tariflich als auch nicht tariflich Beschäftigten. Die Morgenpost hat die Einkommen von 60 Berufen aus der Datenbank verglichen." Ich vermute, dass überdurchschnittlich viele Beamte und städtische Mitarbeiter sich an der Umfrage beteiligt haben. Denn, wie erfährt man von der Umfrage? E-mails von der Gewerkschaft? Die einzigen gewerkschaftlich organisierten Architekten, die ich kenne, arbeiten im Bauordnungsamt. |
|
gesperrter Benutzer Registriert seit: 12.06.2008
Beiträge: 10
arc | vote: Offline
![]() Beitrag Datum: 16.06.2008 Uhrzeit: 14:35 ID: 29093 | Social Bookmarks: Hallo, ganz heikles Thema, was diese Gehaltsumfragen angeht. Der Focus hatte auch Anfang des Jahres eine Gehaltsumfrage für die Architekten herausgegeben. Was da für Zahlen angegeben worden sind, übetrifft selbst den schönsten Traum, den ein jeder von uns hat. Natürlich waren diese Zahlen mal wieder totaler Quatsch. Denn, die Realität sieht ganz anders aus. Seit dem 01.01.2008 gibt es eine Internetseite, die sich speziell diesem Thema widmet. Was man da für Gehälter und Vertragsverhältnisse zu sehen bekommt, schockiert mehr, als das es einen erfreut. |
|
Registriert seit: 17.07.2003
Beiträge: 930
Tobias: Offline
Ort: NRW
Hochschule/AG: Projektentwickler / Architekt ![]() Beitrag Datum: 06.09.2007 Uhrzeit: 08:03 ID: 25316 | Social Bookmarks: Zitat:
Zudem muss man beachten, dass hier nur Gehälter von Leuten abgedruckt sind, die keine Leitungsfunktion haben. Wie ich das verstehe, sind die gehälter von Projektleitern also nicht in der erhebung enthalten. Gerade bei Architekten gibt es aber noch die Möglichkeit von erheblichen Zuverdiensten ausserhalb des Hauptberufes. Als Nebentätigkeit bekommt man das Bauen von Häusern für Bekannte, Verwandte und andere fast immer genehmigt. | |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 06.11.2002
Beiträge: 8
sirforster: Offline
Ort: Kaiserslautern ![]() Beitrag Datum: 24.09.2007 Uhrzeit: 14:48 ID: 25492 | Social Bookmarks: Hi, habe mit Interesse diesen Thread durchgelesen. Ich bin in so einem "kleinen" Büro. Man bekommt so mit wie das Büro sich bei Durststrecken von Auftrag zu Auftrag hangelt. Einerseits will man mehr Gehalt, andererseits was bringt es einem wenn man in schlechten zeiten dann der Erste ist der gehen muß (zu hohes Gehalt) Mein Frage nun in die Runde ist. Kennt jemand Systeme für die Ausgestaltung des Gehaltes um dem Mitarbeiter in guten Phasen mehr Geld zukommen zu lassen. Ich denke so wären viele bereit für den Erhalt des Büros in schlechten Zeiten auf Geld zu verzichten, wenn es in guten Zeiten dann bedeutend mehr gibt. |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 08.07.2005
Beiträge: 37
smurf: Offline
Ort: Hamburg ![]() Beitrag Datum: 24.09.2007 Uhrzeit: 17:10 ID: 25493 | Social Bookmarks: generell ist sicher die freie mitarbeit die einfachste lösung um sich der geschäftsdynamik anzugleichen. ist nicht viel zu tun, macht man halt weniger (gut bezahlte) stunden. aber auch formen der umsatz- oder honorarbeteiligung + grundgehalt fände ich denkbar. gerade hier wird man als mitarbeiter versucht sein, so effektiv wie möglich zu arbeiten (ein freier wird u.u. bestrebt sein so viele stunden wie möglich zu leisten). dies wirft aber fragen der qualitätssicherung und der offenlegung von finanzen auf, was sicher nicht jeder chef so gerne hat. |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 09.11.2004
Beiträge: 678
Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 24.09.2007 Uhrzeit: 17:37 ID: 25495 | Social Bookmarks: [QUOTE]Ich denke so wären viele bereit für den Erhalt des Büros in schlechten Zeiten auf Geld zu verzichten, wenn es in guten Zeiten dann bedeutend mehr gibt.[\QUOTE] Also ich wäre da eigentlich nicht bereit zu... Besser finde ich es, wenn man "normal" bezahlt wird, für die Arbeit die man leistet, ruhig im Büro auf Stundenbasis, und dann in Durststrecken eben für andere Büros Aufträge bearbeitet. Setzt natürlich vorraus, dass man dann eben als freier Mitarbeiter mehrere Büros an der Hand hat, was aber in manchen Fällen (z.B. wenn die Büros so klein sind, das Aufträge nicht immer vorhanden sind) sicher sinnvoll ist. Alternative: Direkt lieber bei einem grösseren Büro anfangen... Wenn ich für ein kleines Büro arbeite, mache ich normalerweise immer noch eigene Projekte nebenher, für andere Büros, da es ganz klar ist, dass in einem 2-Mann-Betrieb öfters mal ein Auftrag ausbleiben kann. So kleine Büros stellen Leute doch sowieso lieber ein, wenn der Chef weiss, dass der neue Mitarbeiter nicht nur völlig von seinem Büro abhängig ist, sondern auch andere Kunden hat... Beteiligung am Gewinn fände ich bei Wettbewerben sehr sinnvoll, da weiss man ja sowieso genau, wie viel das Büro daran verdient hat (bei Gewinn). |
|
ehem. Benutzer Registriert seit: 23.09.2003
Beiträge: 19
cyan: Offline
![]() Beitrag Datum: 29.09.2007 Uhrzeit: 17:54 ID: 25555 | Social Bookmarks: Zitat:
![]() Die gibt es - ich kenne welche und war bis vor meiner Elternzeit auch dabei. Nach versch. Jobs in TOP 5 Büros (In- und Ausland) während des Studiums und meines Auslandsaufenthalts nach dem Studium war der Verdienst schon sehr gut - ich musste mir nach meiner Rückkehr aus persönlichen Gründen nach Deutschland bei meinen Interviews auch Sätze anhören wie: " ... das sie nach Deutschland zurückkommen wollen, bei uns werden sie sicher nicht die Hälfte verdienen" ... sowie anderes mehr. Viel Arbeitseinsatz habe ich immer gebracht, das finde ich auch ok. Es muss aber auch eine gewisse Wertschätzung vom Arbeitgeber für diese Arbeit geben. Diese Wertschätzung wird meines Erachtens nunmal im Gehalt ausgedrückt. Ohne einen neuen Job bin ich also nach Deutschland zurück - habe trotz 2 Jobangeboten in sehr bekannten (ausbeuterischen) Büros erstmal einen Monat nix gemacht - es hat dann zum Glück eine Bewerbung in der Industrie geklappt. Als Architekt/in bei einem Konzern kann man die oben geposteten Gehälter erreichen. Ich bin selbst mit 3.800 € eingestiegen (weniger als 2 Jahre nach dem Diplom). Es kommt aber auch hier wieder auf den Arbeitseinsatz an. Ein weiterer Vorteil für mich ist die Möglichkeit in der Elternzeit Teilzeit zu arbeiten - das ist bei meinen Studienkollegen in Architekturbüros auch oft nicht möglich. | |
|
Registrierter Nutzer Registriert seit: 09.11.2004
Beiträge: 678
Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 01.10.2007 Uhrzeit: 14:38 ID: 25562 | Social Bookmarks: Klar kann man die 4000 Euro erreichen; sogar noch mehr, wenn man z.B. bei Mc Kinsey als Berater einsteigt (Unternehmensberatungen suchen auch Architekten), ist eben die Frage, ob man in dem Bereich arbeiten will... Ich hab fast 2 Jahre "artfremd" gearbeitet, hat mir ja auch Spass gemacht, und natuerlich hab ich wesentlich besser verdient als jetzt wieder im Arch.buero, aber es war auch eine ganz andere Arbeit. Naja fast, schon vergleichbar, quasi nur Entwurf ;-) Und bei Konzernen (nicht nur die wo man richtig viel verdient, wie Porsche oder so sondern auch LIDL sucht ab und zu Architekten) verdient mqn natuerlich sehr gut, aber es ist eben schon was anderes... |
|