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![]() ![]() Beitrag Datum: 06.06.2009 Uhrzeit: 18:36 ID: 33963 | Social Bookmarks: Meinen Angaben nach beenden jedes Jahr mehr Architekturstudenten das Studium als alte Architekten in Rente gehen. Also gibt es rechnerisch schon mal einen Überschuss. Wenn man mal die Leutchen abzieht, die nie vor hatten architektonisch tätig zu sein, bleibt dennoch ein grosser Teil an junger "Möchtegernarchitekten", die keinen Job finden. Denn: Was vorne rein geht muss gleichzeitig hinten raus kommen! Es sei denn, es gibt mehr zu arbeiten. ![]() |
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Funky: Offline
![]() Beitrag Datum: 07.06.2009 Uhrzeit: 12:17 ID: 33966 | Social Bookmarks: 1200 € brutto? Also wer sich so dermaßen unter Wert verkauft, muss schon wirklich verzweifelt sein. Meine Leute haben alle nach dem Studium innerhalb von einer kurzen Zeit (1 Woche - 3 Monate einen Job gefunden). Alle verdienen so zwischen 1800 und 2500 brutto im Monat. Und ich spreche von Absolventen des Jahres 2008/2009. 1200€ ist eine Frechheit und wenn ich so ein Angebot unterbreitet bekommen sollte (ich bin seit 3 Tagen Absolventin, würde ich aufstehen und gehen). Und jetzt braucht mir keiner mit so Sätzen kommen wie "Der Markt ist aber nunmal so und da muss man sich fügen. Und auch du wirst das spüren." Also ich habe 12 Semester studiert, war ein Jahr im Ausland, habe ziemlich gute Praktikas gemacht und ein Diplom mit 1,0. Ich werde ganz sicher nicht für 1200€ arbeiten gehen. Wer das macht, ist tatsächlich selber dran schuld. |
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emma: Offline
![]() Beitrag Datum: 17.06.2009 Uhrzeit: 09:18 ID: 34134 | Social Bookmarks: Oder doch besser als das hier: Arbeitsmarkt: Enthusiasmus für 3,56 Euro - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft |
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![]() Beitrag Datum: 18.06.2009 Uhrzeit: 11:43 ID: 34146 | Social Bookmarks: Zitat:
Ich will hoffen, dass du ein wenig mehr qualifiziert bist als eine Reinigungskraft. Wobei man bei deinem Gehalt da tatsächlich anfängt daran zu zweifeln. Wenn man damit anfängt dieses Lohndumping mit Begründungen wie "Es geht ja noch schlimmer." zu rechtfertigen, wo kommen wir denn dann hin? Zum 1-Euro-Jobber bei ner 70 Stundenwoche? | |
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![]() ![]() Beitrag Datum: 18.06.2009 Uhrzeit: 12:14 ID: 34148 | Social Bookmarks: @Funky Einfach mal den gesamten Artikel lesen, bevor man sich dazu äussert! ![]() Zitat:
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![]() Beitrag Datum: 18.06.2009 Uhrzeit: 12:46 ID: 34149 | Social Bookmarks: Zitat:
Lässt sich damit jetzt rechtfertigen, dass manche Absolventen/Architekten für den Lohn einer Bäckereifachverkäuferin (die übrigens nur eine maximal 40 Stunden Woche hat) arbeiten gehen? Offensichtlich gehen müssen?! Also ich kann das nicht nachvollziehen. | |
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noone: Offline
![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 18.06.2009 Uhrzeit: 14:41 ID: 34153 | Social Bookmarks: Zitat:
Leute, die ins Ausland gehen, sollten sich halt auch bewusst sein, dass sie sich dadurch unter Umständen für den deutschen Arbeitsmarkt unattraktiver machen, da die Arbeitsweise und Normen sich teilweise doch erheblich unterscheiden. Den Schritt, mit einem befristeten Visum in die USA zu gehen - mit allen eventuellen Schwierigkeiten der Aufenthaltserlaubnis, hat sie selbst gewählt. Dennoch zeigt gerade der Artikel im Spiegel, dass ohne gesetzlichen Rahmenbedingungen der Arbeitsmarkt in Richtung unkontrollierbarer Gewinnmaximierung kippt. Die Übeltäter bei der Reinigungsfrauenproblematik ist hier an erster Stelle der Staat, da er keine konsequente Mindestlöhne vorsieht und absurderweise das Lohndumping durch Zuzahlung subventioniert. Die Hotels drücken die Preise und erhöhen somit den Konkurrenzdruck der Firmen, welche wiederum knallhart Kosten senken, sprich die Löhne weiter senken. Die Gewinne der Reinigungsfirmen werden wohl auch dabei teilweise auf der Strecke bleiben, doch die grosse Verantwortung trägt hier das Hotel, welches mit konstanten Zimmerpreisen die Kosten immer weiter drücken will, um die Gewinne zu maximieren. Prinzipiell läuft es in dem Mikrokosmos eines Architekturbüros genauso ab. Wir haben die Kunden, die für immer weniger Geld eine immer höhere Bauqualität wollen, und immer weniger Honorar zahlen wollen. Die Rolle der Reinigungsfirma übernimmt der Büroinhaber, der der Profite wegen dann die Honorarkürzungen auf die Kosten der Angestellten überträgt. Diese Aussage trifft natürlich nicht auf alle Architekturbüros zu, es gibt genügend, die einfach keine Aufträge mehr haben. Aber die, die wegen der Auftragslage sich Neueinstellungen zu diesen sagenhaften Konditionen leisten, sind an dem immer weiterreichenden Lohndumping unter Architekten schuld. | |
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![]() ![]() Beitrag Datum: 18.06.2009 Uhrzeit: 14:16 ID: 34152 | Social Bookmarks: Zitat:
Reinigungsjob angeboten!!! Darum geht es! Das ist die Situation in Deutschland! Dieser Artikel will nicht die miese Bezahlung von angestellten Architekten/Absolventen rechtfertigen oder relativieren, sondern die Situation von arbeitssuchenden Architekten/Absolventen darstellen. Und die ist nun mal Fakt! Man kann ja nun wirklich nicht sagen, das die Dame aus dem Artikel beruflich gescheitert ist. Im Gegenteil: Sie will ja schnellstmöglich wieder aus Deutschland weggehen. | |
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Flo: Offline
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Hochschule/AG: 3D Grafiker ![]() Beitrag Datum: 22.06.2009 Uhrzeit: 15:15 ID: 34180 | Social Bookmarks: Zitat:
1200 Brutto sind eine Frechheit. Diese Klausel verstehe ich so, dass die 40h auch am Abend und oder Wochenende erbracht werden müssen, sollte dies nötig sein. Ich verstehe sie nicht so, dass die Arbeitszeit in die Abendstunden / das Wochenende ausgedehnt werden auch wenn dies vom Arbeitgeber sicherlich so gemeint ist. Grüße, Florian
__________________ Florian von Behr - Blog | |
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Tobias: Offline
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Hochschule/AG: Projektentwickler / Architekt ![]() Beitrag Datum: 22.06.2009 Uhrzeit: 19:01 ID: 34184 | Social Bookmarks: Hallo, die Klausel findet mal in vielen Arbeitsverträgen wieder. Dadurch will sich dein Arbeitgeber absichern, dass du auch mal an Wochenenden und/oder spät abends arbeiten kommst, wenn z.B. kurzfristig eine Projektpräsentation ansteht und dafür noch Unterlagen erstellt werden müssen. Zudem ist das auch eine Frage der Versicherung: Du sollst ja auch bei Unfällen am Arbeitsplatz versichert sein, wenn du einmal am Wochenende im Büro bist, was ja durchaus mal vorkommen kann. Was das Gehalt angeht sehe ich das wie meine Vorschreiber: Mittlerweile sollte man als Absolvent in der Architektur (mit ausreichend Praxierfahrung durch Ferienjob, praktikum etc.) schauen, dass man je nach Tätigkeit ein Brutto von 2.000 - 2.200 € (1.300 - 1.400 € netto) erhält. Reine "Zeichensklaven" bekommen sicherlich weniger. 1.200 € brutto machen ca. 900€ netto aus. Das ist absolut zu wenig. wenn du die Stelle nur als Lückenfüller siehst und dich parallel weiterbewirbst, kann man das sicherlich aber für 3-6 Monate vertreten. |
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emma: Offline
![]() Beitrag Datum: 12.09.2009 Uhrzeit: 10:40 ID: 35269 | Social Bookmarks: Gestern meine Kündigung bekommen zum 1. Oktober...;-( |
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Blumenschein: Offline
Ort: Münster ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 12.09.2009 Uhrzeit: 11:00 ID: 35270 | Social Bookmarks: Sorry, das ist wirklich traurig. Manchmal ist so eine Kündigung aber auch der richtige Wink, dass die Stelle nicht die richtige war! Nach kurzer Pause einfach weiter machen! Gruß -- Blumenschein |
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mika: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 12.09.2009 Uhrzeit: 12:34 ID: 35271 | Social Bookmarks: Das ist eine vorzeitige Kündigung, oder ? Mußtest Du etwas unterschreiben, z.B. das Du von Forderungen gegen das Büro absiehst ? Wenn nein, könntest Du von einem Anwalt prüfen lassen, ob Du Anspruch auf eine Abfindung hättest. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sagen, das … 1. Büroleiter gerne versuchen, unerfahrene Absolventen mit Argumenten wie fehlende Erfahrung über'n Tisch zu ziehen bzw. im Einstellungsgespräch im Preis zu drücken. Das gehört für viele Büroleiter zu ihrem Verständnis eines erfolgreichen Managements - Handeln, Tricksen und Sparen wo man kann, dann stimmt am Ende auch die Bilanz. 2. Viele Absolventen werden eher als architektonisch gebildete Bauzeichner ohne Abschluß gesehen. Daher ist die Bereitschaft auch nicht besonders hoch, viel Geld zu zahlen für so einen Zeichenknecht, zumal man ja noch nicht weiß wie gut der funktioniert. 3.Oft ist es auch nur die mangelnde Effizienz eines Büros, die kurzfristig mehr Arbeitskraft erforderlich macht, z.B. zum Ende eines Wettbewerbs. Da das Buget jedoch begrenzt ist, muss man Leute für sehr wenig Geld einstellen, die man dann mit der Aussicht auf längere Beschäftigung bei der Stange hält. Am Ende wird dann oft gesagt, die Zusammenarbeit wäre nicht so reibungslos und erfolgreich wie erhofft gewesen, und das war's. Das ist moralisch alles verwerflich, aber… der Erfolg gibt diesen Büros recht, denn… für jede frei Stelle stehen sofort drei Bewerber zur freien Auswahl. Man könnte gegen so ein Büro klagen, aber man kennt sich untereinander, und dadurch ist es für den weiteren Werdegang eher schädlich. Und Besonders als Berufsanfänger ist schwer einzuschätzen, wie viel man verdienen "darf". Mindestlöhne sehe ich eher kritisch, weil die sehr schnell zum Regellohn werden. Die einzige Lösung sehe ich in einer Architekten-Gewerkschaft. Aber das bleibt wohl ein frommer Wunsch. |
Social Bookmarks: Zitat:
Gewerkschaften sind mir ein Dorn im Auge. Zumindest in der Form, wie sie heute auftreten. Die verwalten sich doch in erster Linie selbst, leben wie die Maden im Speck und lassen sich gerne von Wirtschaft und Politik hofieren. Wenn ich Typen wie Sommer oder Bsirske sehe geht mir der Hut hoch. Es muß andere Wege geben, als immer neue Institutionen und Ämter zu erfinden. Wir ersticken irgendwann an der wachsenden Bürokratie. | ||
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![]() ![]() Beitrag Datum: 12.09.2009 Uhrzeit: 19:37 ID: 35277 | Social Bookmarks: Hallo emma! Das tut mir Leid. Hat man dir einen Grund mitgeteilt? Er sollte doch bis mindestens bis Januar gehen. Oder war die Kündigung noch innerhalb der Probezeit? |
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