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Datum: 11.12.2011
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck

#1 (Permalink)
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Es werden leider fast alle im Büro schlecht behandelt. Wenn der Chef anwesend ist, ist die Stimmung meistens im Keller, weil jeder von uns damit rechnet, das die tickende Bombe jeden Moment detonieren könnte.
Ich persönlich habe keine Ambitionen dort zu bleiben, aber da noch nichts anderes in Aussicht ist, bleibt keine Wahl. Entweder Augen zu und durch und nebenbei etwas anderes suchen oder arbeitslos.

Es gibt nur eine Angestellte im Büro, die 3 Jahre durchgehalten hat. Innerhalb dieser ZEit sollen angeblich 13 LEute ein-und ausgegangen sein und das Büro hat sich erst in diesem Jahr vergrößert ( 6 Dipl.Ing.). Davor waren dort nur 2-3 Leute tätig.
Erst vor einem Monat wurde eine engagierte Kollegin entlassen. Davor ging einer freiwillig, weil er es dort nicht mehr aushielt und der Chef immer und immer mehr von Ihm verlangte. Er saß fast jeden Tag bis 20.00 im Büro und manchmal länger.

Da ich mich nicht so versklaven lasse wie der Chef es sich vorstellt, kommt er mit solchen brachialen Methoden wie einem Aufhebungsvertrag und Verlängerung der Probezeit. Weiß jemand in welchem § etwas über Probezeit steht? ODer ein Link zur entsprechenden Seite wäre auch schon hilfreich.

Danke für die Infos.

Mal sehen was herauskommt.....

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Datum: 12.12.2011
Uhrzeit: 02:05
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck

#2 (Permalink)
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Die Probezeit regelt eigentlich nur eine verkürzte Kündigungsfrist. Steht im BGB §622 Abs 3. BGB - Einzelnorm

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Datum: 12.12.2011
Uhrzeit: 12:32
ID: 45565



AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #3 (Permalink)
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Eine gute Leistung eines Mitarbeiters wird auch dadurch beeinflusst, dass sich dieser Mitarbeiter in beruflichen Umfeld wohl fühlt.
So gesehen wäre meine Entscheidung sicher die, in diesem Büro nur so lange zu bleiben, bis ich was besseres gefunden hätte.

Arbeitsrechtlich ist es so, dass du einer längeren Probezeit nicht zustimmen mußt. Die ist auch, nach meiner Kenntnis, nicht nachträglich vereinbar.
Es sei denn, ihr habt grundsätzlich nur einen befristeten Vertrag abgeschlossen.
In diesem Fall wäre allerdings überhaupt keine Probezeit vereinbar und auch eine
reguläre Kündigung nicht so ohne weiters möglich.
Befristete Verträge haben ja eben diese Besonderheit, dass nur eine außerordentliche Kündigung möglich ist.

Stechuhr-Arbeitszeiten in Planungsbüros kenne ich nicht.
Meißtens geht man von einer unentgeldlichen Mehrarbeit des Mitarbeiters aus.
Ist zwar politisch nicht ganz korrekt, aber gängige Praxis in deutschen (Architektur-)büros.

Florian hat in einem Punkt nicht ganz Recht.
Eine 50-Stundenwoche ist als Regelwoche nicht zu vereinbaren.
Es gilt hier das Arbeitszeitgesetz ( http://www.gesetze-im-internet.de/bu...bzg/gesamt.pdf ) mit in der Regel max. zu vereinbarenden 48 Wochenarbeitszeitstunden.
Eine weitere der gesetzlichen Grundlagen aller Arbeitsverträge ist das Arbeitsschutzgesetz ( ArbSchG - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis )
Das kann nicht durch individuelle Arbeitsverträge umgangen werden, auch nicht in Teilbereichen.

Gute Firmen haben eine Regelung, wie mit Mehrarbeitsstunden umgegangen wird. Im Besonderen bei frei verhandelten Arbeitsverträgen gibt es oft eine diesbezügliche Klausel.
So z.B. je nach Verhältnis des Bruttoeinkommens zum vergleichbaren Tarif werden eine gewisse Anzahl von Mehrarbeitsstunden unentgeltlich erwartet und auch im AV definiert. Darüber hinaus sind Mehrarbeitsstunden entweder abzugelten oder als Freizeit zu gewähren.

Arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen sind erstinstanzlich von jeder Konfliktpartei selbst zu bezahlen.

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Datum: 12.12.2011
Uhrzeit: 18:28
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #4 (Permalink)
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Mir fallen da kurzn ein paar Dinge ein:

- 1.300 (netto) sind nicht ganz so schlecht während der Probezeit und bei 2 Jahren Berufserfahrung. Natürlich sollten es nach der Probezeit eher so 2.400 - 2.500 Euro (aber brutto) sein, wenn die Arbeit/die Leistung stimmt.

- zu den Arbeitszeiten: tatsächlich wird in deutschen (auch in vielen anderen Ländern) Architekturbüros von vielen Mitarbeitern täglich länger als 8 Stunden gearbeitet. Es gibt eine Menge unbezahlte Überstunden. Aber ich kann das als Büroinhaber trotzdem nicht gutheißen. Ich mag natürlich nicht, wenn jemand exakt zur Feierabendstunde alles stehen und liegen läßt und nach Hause geht, obwohl er/sie sich tagsüber auch mal die ein oder andere Pause oder ein ausgedehntes Schwätzchen gegönnt hat. Ich erwarte die vereinbarten 8 Arbeitsstunden pro Tag bzw. die 40 Stunden pro Woche, aber auch nicht mehr. Klar werden 15 oder 20 Minuten mehr pro Tag nicht gleich als Überstunde bezahlt, aber alles was darüber hinausgeht schon.
Das wissen meine Angestellten und ich denke, es zahlt sich langfristig aus, wenn die Leute sich nicht ausgenutzt vorkommen.

- wenn Du gegen Deinen Arbeitsgeber klagen möchtest, trägst Du das Risiko und die Kosten erstmal selbst

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Datum: 15.12.2011
Uhrzeit: 07:55
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #5 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Mir fallen da kurzn ein paar Dinge ein:

- 1.300 (netto) sind nicht ganz so schlecht während der Probezeit und bei 2 Jahren Berufserfahrung.
Sorry Archimedes, ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln. Das ist bei Weitem kein angemessenes Gehalt für mich.

MachHin, lass Dich kündigen oder gehe selbst. Stell Dir eine Frage, ist es wert seine Lebenszeit für solche Menschen zu verschwenden? Dir geht es offensichtlich nicht gut mit der Situation, was von Außen mit deiner Darstellung, so sie denn so ist, gut nachvollziehbar ist. Ich habe meinem Chef seinerzeit gesagt das ich keine Überstunden hier mache. Warum? Weil es ein Geben und Nehmen ist. Wenn der Preis stimmt bin ich auch bereit mehr zu leisten, wenn nicht, dann eben nicht. Fand er nicht toll, zwischen Uns ist nun ein eisiges Pari Pari, aber so what? Ich sehs nicht mehr ein mir den Arsch zu verbiegen und irgendwem beweisen zu müssen das ich auch ne 60 Stunde hinbekomme, nur um dann privat ausgebrannt zu sein. Meine Ziele im Leben sind Andere, Arbeit ist Broterwerb, nicht mehr und nicht weniger. Für alles Andere müssten die Zahlen stimmen, und das tun Sie in unserem Bereich so überhaupt nicht. Da könnt ihr euch gerne einreden das es woanders noch schlimmer ist, ich orientiere mich am Licht, nicht am Schatten. Und die feinen Herren Statiker, die ebenfalls in der Baubranche unterwegs sind, was meint ihr was die jeden Monat für einen Salar bekommen. Nein, ich will nicht Statiker werden, aber das zeigt doch einmal mehr das die Situation im Architektenbereich alles faule Ausreden sind warum wir unser privates Leben aufgeben sollen für ne Handvoll Euros.
Nun hab ich mich doch hinreissen lassen, dabei ist heute mein letzter Arbeitstag und morgen gehts in den Urlaub.

Grüße
LaHood

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Datum: 15.12.2011
Uhrzeit: 09:18
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #6 (Permalink)
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Nun ist der 15. und die gesetzte Frist müsste abgelaufen sein. Mich interessiert ja brennend, wie sich MachHin entschieden hat!
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Florian Illenberger

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Datum: 15.12.2011
Uhrzeit: 21:11
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #7 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen

- 1.300 (netto) sind nicht ganz so schlecht während der Probezeit und bei 2 Jahren Berufserfahrung. Natürlich sollten es nach der Probezeit eher so 2.400 - 2.500 Euro (aber brutto) sein, wenn die Arbeit/die Leistung stimmt.
Absolut angemessen. für eine 20h Woche

soviel hab ich ja fast im 1.semester umgerechent verdient....

only my two cents....
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Datum: 16.12.2011
Uhrzeit: 00:26
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #8 (Permalink)
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Es bleibt dabei. 1.300 Euro (netto) (immerhin ca. 2.000 Euro brutto) sind für einen Anfänger (und da kann man mit 2 Jahren Berufserfahrung noch gerade von sprechen) in einer Testphase bzw. Probezeit von 6 Monaten durchaus in Ordnung. Da gibt es Leute die weniger bekommen...ob berechtigt oder nicht, sei dahin gestellt.
Wer sich in dieser Zeit beweist (dazu gehört aus meiner Sicht nicht das Erzielen möglichst vieler unbezahlter Überstunden, sondern das effektive, weitestgehend selbständige und zielorientierte Arbeiten, sowie eine gewisse soziale Kompetenz, Tugenden wie Hilfsbereitschaft, Aufrichtigkeit, Höflichkeit und Pünktlichkeit) der sollte fraglos nach der Probezeit mehr bekommen. Hier gehts dann ab 2.400 Euro brutto in unserer Branche los, auch wenn es anderswo vielleicht mehr gibt. Wer nicht effektiv arbeitet, ist auch trotz abgeschlossenem Studium mit 2.000 Euro brutto möglicherweise noch überbezahlt. Es gibt gerade in unserer Branche überdurchschnittlich viele Menschen die an Selbstüberschätzung leiden und sich unterbezahlt oder schlecht behandelt fühlen, ohne die Schwierigkeiten, Kosten und Risiken in der Branche wirklich zu kennen.

Studentenjobs vom Stundenlohn her mit einem Festangestellten nach dem Studium zu vergleichen ist auch schwierig, weil wir hier meist von 400 oder 800 Euro-Jobs sprechen, wo brutto fast gleich netto ist, aber natürlich auch Dinge wie Altersvorsorge, Urlaub, Lohnfortzahlung bei Krankheit, angemessenes Arbeitslosengeld, Kündigungsschutz kaum Berücksichtigung finden.

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Datum: 16.12.2011
Uhrzeit: 00:41
ID: 45632



AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #9 (Permalink)
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wer lesen kann ist klar im vorteil. ...sorry. hab das netto überlesen.... liegt aber eher daran dass man gehälter auch nur brutto vergleichen kann.... find das immer iritierent wenn angefangen wird netto zu vergleichen... dann muss ich meine Aussage auch zurücknehmen, soviel hab ich natürlich nicht bekommen

Wobei es für einen akademischen Abschluss immernoch unterbezahlt ist. mal unabhängig von angebot und nachfrage und hoai.... aber das ist ein anderes thema, ist schon ausreichend disskutiert worden und gehört nicht in den trheat.... also nix für ungut
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Datum: 18.12.2011
Uhrzeit: 22:18
ID: 45651



AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #10 (Permalink)
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LaHood, ich vertrete eine ähnliche Meinung. Ich habe auch keine Lust mich für so ein Gehalt zu tode zu arbeiten.
Die anderen Jünglinge, die erst vor wenigen Monaten ihren Fuss ins Berufsleben gestellt haben, haben sich bereits versklaven lassen.

Die Woche geht zu Ende und weder der Chef noch die Chefin kamen auf mich zurück, um mich den Aufhebungsvertrag unterschreiben zu lassen. Ich bin etwas verwirrt. Nun nehme ich an, dass die mich eventuell doch vor Weihnachten feuern werden, da ich mit meinem Projekt kurz vor dem Abschluss stehe.
Ich teile ebenfalls die Meinung mit einigen anderne hier im Forum, dass ich gerne bereit bin länger zu arbeiten, wenn das Büro sich um eine angenehme Arbeitsatmosphäre bemüht. Versklaven lassen möchte ich mich jedoch nicht und so enden wie viele andere, die wegen Burnout ins Krankenhaus müssen und sich einer Therapie beim Psychologen unterziehen müssen. Ein Kollege ist genau an dem Punkt. Er ist leer und verbraucht. Kann nicht mehr...

Mal sehen was nächste Woche passiert.

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Datum: 19.12.2011
Uhrzeit: 01:07
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #11 (Permalink)
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Hey Archimedes,
ich weiss nicht was Ihr fuer Projekte habt oder wie Euer Workflow aussieht aber in dem Buero fuer das ich arbeite wuerde man ohne Architekturstudium nicht weit kommen. So gesehen finde ich den Einwand das man sich nicht soviel auf seine Abschluss einbilden soll hart gesagt ignorant. Probiers mal zum testen mit jemandem ohne Studium Oder anders gesagt: Falls Ihr entwerft, lass mal den Bautechniker ran (hell yes!).
Plus: Trägt bei Dir jemand der nicht gerade AVA oder Bauleitung macht keine Verantwortung? Verkauft ein guter Entwurf oder eine gute Grafik bei Euch nicht das Projekt oder gewinnt den Wettbewerb? Was ist mit denen die Fensterliste oder Fliesenplan erstellen. Kann es sein das Ihr fuer Dein Architekturbuero eigentlich keine Architekten braucht?

2:Und wird nur derjenige angemessen bezahlt der eine wichtige Rolle spielt. Was ist mit denen die 'arbeiten'?

Als Plus zu Weihnachten: Die Fülle von Zusatzqualifikationen die gerne erwartet und genutzt werden und die in den 2500 brutto natürlich enthalten sind. Das ist eine Parallelwelt die sich kein Bautechniker oder Chef den ich bisher kennengelernt habe erschlossen hat im Architekturbuero aber täglich genutzt werden:
Mindestens ein halbes Dutzend CAD Programm inklusive extremer Exoten,genausoviele Zusatzprogramme fuer AVA, Massenermittlung etc.,plus Office. 'Welche Texturen, Shader, Billboards etc. haben Sie denn im Studium verwendet'? Den Unterschied zwischen unbiased render und raytracen kann Dir auch kein Bueromensch mit Verantwortung erklären. Dann pixel- und vectorbasierte Zeichenprogramme natürlich und neuerdings gehört auch eine permanent aktualisiserte Marktuebersicht nuetzlicher Onlinetools die moeglichst umsonst sind dazu. Layout? Das ganze kannst Du dann mit Kompatibilitäten und Austauschformaten zwischen dem Teller Buntes potenzieren.
Es geht weiter mit vertieften Kenntnissen der Druckvorstufe am besten noch Serveradministration und mit einer CNC umzugehen wird einem ja quasi mit in die Wiege gelegt. Ah, vergessen, die Website des Bueros koennte mal neu gemacht werden. Wir haben diese Besenkammer als Modellbauwerkstatt, Sie muessen nur temporär einen anderen Platz fuer die Mineraliensammlung meiner Gattin finden ...

Und parallel werdem dem Bauherren die Visualisiserungen nicht in Rechnung gestellt in der Hoffnung den Auftrag zu bekommen. Ich hoere hier auf um mich nicht zu vergessen.
Aber vielleicht regt die Liste dazu an die 2500 zu ueberdenken und sich klar zu werden das das mindestens 500 zuwenig sind, gnadenbringende Weihnachtszeit.

@MachHin Sofern Du es Dir leisten kannst beende den Job so schnell wie moeglich. Vielleicht hast Du die Moeglichkeit was im Ausland zu finden. Bei allem was ich hoere und u.a. hier lese und schonmal selber mitgemacht habe ist das glaube ich fuer deutsche Architekten die einzige nachhaltige Option. In diesem Sinne, viel Glück!!

Geändert von Arkham (19.12.2011 um 01:12 Uhr). Grund: _

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Datum: 16.12.2011
Uhrzeit: 22:03
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #12 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Natürlich sollten es nach der Probezeit eher so 2.400 - 2.500 Euro (aber brutto) sein, wenn die Arbeit/die Leistung stimmt.
2500 brutto sind bei Steuerkl. I nicht ganz 1600 netto. Da hat man ja wirklich Glück wenn man mit der Probezeit rum ist. Unabhängig von der aktuellen Arbeitsmarktsituation fuer Architekten findest Du das steht im Verhältnis zum Job? (Hinweis:Als Technischer Zeichner verdient man im Durchschnitt 100-200 Euro mehr)

Mir gefällt das 'wenn die Arbeit/Leistung stimmt'. Das kann alles bedeuten, kannst Du das präzisieren?

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Datum: 17.12.2011
Uhrzeit: 07:32
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #13 (Permalink)
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Wenn es um die Arbeit/Leistung geht, kann man wohl keinen Chef jemals befriedigen...

Wenn es nur darum gehen würde, wären wir alle noch 400€ Jobber...

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Datum: 17.12.2011
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AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #14 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Arkham Beitrag anzeigen
Unabhängig von der aktuellen Arbeitsmarktsituation fuer Architekten findest Du das steht im Verhältnis zum Job? (Hinweis:Als Technischer Zeichner verdient man im Durchschnitt 100-200 Euro mehr)
Für angestellte Architekten die keine nennenswerte Verantwortung tragen sind 2.400 - 2.500 Euro am Anfang nach der Probezeit aus meiner Sicht gerecht und nicht untertrieben. Man sollte sich nicht zuviel auf den Studienabschluß einbilden, den für die Berufspraxis bedeutet der alleine noch nicht allzuviel.
Bauzeichner bekommen bei uns mit 2 Jahren Berufserfahrung (nach der Lehre) 1.700 - 2.000 Euro. Bautechniker mit 2 Jahren Erfahrung 200 - 400 Euro mehr.
Gerade fähige Bautechniker können im Bereich AVA und Bauleitung Architekten u.U. vollwertig ersetzen und verdienen daher auch ganz ähnlich.

Zitat:
Zitat von Arkham Beitrag anzeigen
Mir gefällt das 'wenn die Arbeit/Leistung stimmt'. Das kann alles bedeuten, kannst Du das präzisieren?
Man muß das Wollen und Fortschritte erkennen. Arbeitsschritte die einmal ausführlich geklärt wurden sollten nicht ständig wieder erklärt werden müssen. Es hängt aber sehr vom jeweiligen Büro ab.


Ich glaube schon, dass viele Chefs ihre Mitarbeiter möglichst gut bezahlen wollen, wenn der Mitarbeiter eine wichtige Rolle im Büro spielt.

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Datum: 19.12.2011
Uhrzeit: 20:54
ID: 45659



AW: Architekturbüro setzt mich durch Aufhebungsvertrag unter Druck #15 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Für angestellte Architekten die keine nennenswerte Verantwortung tragen sind 2.400 - 2.500 Euro am Anfang nach der Probezeit aus meiner Sicht gerecht und nicht untertrieben. Man sollte sich nicht zuviel auf den Studienabschluß einbilden, den für die Berufspraxis bedeutet der alleine noch nicht allzuviel.
...
Gerade fähige Bautechniker können im Bereich AVA und Bauleitung Architekten u.U. vollwertig ersetzen und verdienen daher auch ganz ähnlich.
Der Faden war nicht verloren. Mein Post wollte, sicherlich mit einigen Spitzen , klarstellen womit die, die 'keine nennenswerte Verantwortung tragen' direkt nach dem Studium im Büro konfrontiert und bezahlt werden und das Ihr besonderer Wert darin liegt diese Sachen zu meistern.
Den zweiten Satz im Quote habe ich zugegeben falsch gelesen. Wenn die Bautechniker so wie die Architekten verdienen machen die wohl auch was falsch.

Aber es bliebt dabei, 2500 sind 500 zuwenig und ich sehe meinen vorherigen Post als deutliches Argument.

Von Frustration kann ich nicht gerade sprechen. Seitdem ich mich entschieden habe nicht mehr in Deutschland zu arbeiten geht es mir ausgesprochen gut. Ich schreibe aber dagegen an das Einstellungen wie Deine als 'Normalität' angesehen werden. Auch eine Art von Verantwortung. 2500 Brutto sind im Verhältnis zu Studieninvestition, Arbeitsaufwand und Verantwortung (auch in den ersten Jahren) absurd, genauso wie 20 brutto/Std. als Freier. Wie ich früher schonmal geschrieben hatte sollte sich der Stand der Architekten, insbesondere die Büroinhaber die diesem Stand gegenüber eine besondere Verantwortung haben mal ueberlegen ob sie denselben nicht gerade ziemlich günstig verkaufen.

(Ich bin nach wie vor dankbar falls jemand einen Link zu einem Statemant einer der Kammern zu der Situation von jungen Architekten in D hat.)

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