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Datum: 16.03.2013
Uhrzeit: 11:53
ID: 49735



AW: Auf dem Weg in die Selbstständigkeit

#1 (Permalink)
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Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Ich habe am Anfang schon etwas Fremdkapital gebraucht, welches ich allerdings innerhalb der ersten 18 Monate meiner Selbständigkeit voll zurückzahlen konnte.
Über welche Summe sprechen wir dabei? Eigentlich sollte doch jeder ein bißchen gespart haben. Oder ist es >20.000 Euro?

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Datum: 16.03.2013
Uhrzeit: 12:34
ID: 49738



AW: Auf dem Weg in die Selbstständigkeit

#2 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archiologe Beitrag anzeigen
Über welche Summe sprechen wir dabei? Eigentlich sollte doch jeder ein bißchen gespart haben. Oder ist es >20.000 Euro?
Nein, weniger als 20.000 Euro. Man sollte sich gut überlegen, ob man privates Erspartes einsetzt. Ich habe von Anfang an privates und geschäftliches Geld (Kontoführung) getrennt.
Außerdem wie spart man als Architekt???
Zumindest wenn man sich privat auch was aufbaut (also Haus, Familie, etc.) wird es mit Rücklagen schwierig.

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Datum: 16.03.2013
Uhrzeit: 22:56
ID: 49742



AW: Auf dem Weg in die Selbstständigkeit #3 (Permalink)
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Danke für die Antworten.

Die "Kieler-Methode" gefällt mir.

Ich stelle mir einen langsamen Einstieg vor. Während der ersten Zeit
auch noch für andere Büros als freelancer zu arbeiten. Kontankte
diesbezüglich sind hinreichend vorhanden. In kleinen Schritten eigene
kleine Projekte bearbeiten, die auch langsam eintrudeln.
NUR: Wie fängt man sie, die dicken Fische. Einfach anrufen und nach
einem Auftrag fragen? Eine Idee ausformulieren und Klinken putzen gehen?
...?

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Datum: 17.03.2013
Uhrzeit: 11:01
ID: 49743



AW: Auf dem Weg in die Selbstständigkeit #4 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von bimfood Beitrag anzeigen
Ich stelle mir einen langsamen Einstieg vor. Während der ersten Zeit
auch noch für andere Büros als freelancer zu arbeiten. Kontankte
diesbezüglich sind hinreichend vorhanden.
Dann mußt Du nur genügend Büros haben, die Dir gegenüber wohlgesonnen sind und nicht in Dir eine Konkurrenz erwachsen sehen, sonst ist es mit dem "Freelancen" vielleicht nicht mehr so rosig.

Auf die etwas "dickeren Fische" mußt Du evtl. die ersten 2-5 Jahre warten, denn Du mußt Dich wohl erstmal an kleineren Projekten beweisen und Dich "hocharbeiten". Warum sollte Jemand einem jungen und unerfahrenen Architekten eine große Investition anvertrauen, wenn es Land auf, Land ab genügend Büros mit nachgewiesener Erfahrung gibt?

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Datum: 17.03.2013
Uhrzeit: 11:38
ID: 49744



AW: Auf dem Weg in die Selbstständigkeit #5 (Permalink)
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seh ich auch so, große Fische folgen den Kleinen, machmal ist es sogar die
gleiche Familie

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Datum: 02.04.2013
Uhrzeit: 14:48
ID: 49830



AW: Auf dem Weg in die Selbstständigkeit #6 (Permalink)
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Aus einem anderen Forum habe ich mal diesen Erfahrungsbericht von "gtmi" hierher kopiert.
Scheint u.a. eine schlüssige Aufzählung der Kosten eines 1-Mann-Büros zu beinhalten:

Zitat:
Von gtmi: Was kostest ein Architekturbüro?

Hallo zusammen,

zu mir : Architekt (Einzelkämpfer), 45 Jahre alt und selbstständig, Familie, 3 Kinder, Diplom 1997. Selbstständig seit 2006 - Umsatz i.M. 50.000 € / a

Nachdem ich zufällig und unvoreingenommen viele negative Beiträge gelesen habe, möchte - die Bezahlung nicht als primäres Thema - mal was Positives loslassen zu meiner persönlichen Wertschätzung des Architekten.

Nach meinem Verständnis ist ein Architekt - im Unterschied zum angestellten Ingenieur / BA - selbständiger Unternehmer, der auf eigenes Risko arbeitet.
Diese selbstständige und freiberufliche Tätigkeit sollte m.E. eigentlich im Blick eines Studienanfängers sein, und nicht das hier oft beschriebene Berufziel einer zermürbenden Tätigkeit bis ans Lebensende , die weder Spass noch Geld bringt.

Nur dann kann man auch entsprechendes Geld verdienen - wie in den meisten anderen Jobs auch.

Nicht jeder kann und will das. Das Klischee vom schrullig/aggessiven schwarzen Mann mit Porsche / Zigarillo und entsprechendem Auftritt in allen Gremien ist m.E. nicht ganz falsch : man muss verkaufen können / wollen, entscheiden, sein Ding durchbringen wollen. (auch ohne Porsche)

Das betrifft nicht nur den großen Wurf (Planung / Fassade ... etc.) sondern vor allem die technischen Entscheidungen und Aussagen zu Kosten vor Bauherren.
Wenn man es geschafft hat (... einen Bauausschuss vom Entwurf und dem Budget überzeugen ... Ergebnis : Beschluss den Auftrag zu erteilen ...) geht es einem richtig gut und der Beruf bringt einem eine ganz besondere persönliche Genugtuung.

Wer eher zu den zurückhaltenden Vertretern gehört und keine Verantwortung übernimmt, schont sich vielleicht, wird aber - zumindest in dieser Branche - nur in der zweiten Reihe stehen und diese Erlebnisse nicht haben - wie in den meisten anderen Jobs auch.

Ich denke in kaum einer anderen Disziplin ist die Möglichkeit für die freiberufliche Tätigkeit so gut wie hier, da das Architekturstudium eigentlich einen Generalisten hervorbringen sollte.
Viele Kollegen malen schliesslich keine bunten Bilder mehr sondern sind ganz stark in den ehemaligen Ingenieurdisziplinen der Bauphysik und GTA unterwegs.
Ich denke auch in keinem anderen Ingenieurberuf hat man mit so vielen schrägen Vögeln Kontakt (Baustelle ... Gemeinderäte ... Bauherren ... Firmenchefs...) oder sieht was interessantes.

Ich habe selbst etliche Büros als Angestellter durchpflügt, auch den ö.D. mit guter und schlechter Bezahlung kennengelernt und wie viele hier die teilweise schlechte Bezahlung abbekommen. In allen Leistungsphasen. Zwischendurch auch am Band Rollstühle produziert/war arbeitslos /usw. Das sind aber für mich Lebenserfahrungen und eine gewisse Menschenkenntnisse geworden, die im Umgang mit Bauherrn nicht ersetzbar sind.

Es gehören wohl viele glückliche Umstände dazu das es klappt, aber für mich kann ich sagen das es sich gelohnt hat. Der Beruf macht Spass und ist Lebensgrundlage für mich und meine Familie.

Eine grobe Zusammenstellung, was (m)ein kleiner 1-Mann Betrieb in etwa kostet :

übern Daumen / Monat

Büroraum, warm ca. : 250 €
EK-Steuer : 250 €
KK, Pflegevers, usw : 350 €
Rente / Vers. Werk: 400 €
Auto : 250 €
Berufshaftpfl. : 100 €
Telefon, sonst lfd : 100 €

macht ca. 20.000 € / Jahr

netto bleiben ca. 2.500 €

für 50.000 € Honorar muss man etwa 600.000 € verbauen - alle Phasen. Alles netto.

Vom Volumen sind das zwei kleine Kindergartenerweiterungen / 1 großer Umbau MFH -energetische Sanierung / 1 FW - Gerätehaus ... etc. .

Dann wird jeden Monat 1 Rechnung über 5.000 € fällig, davon bleiben 2.500 übrig.
Bei dem Volumen mache ich Freitag nachmittags das Büro zu und Montags um 9 Uhr auf, es geht also mit normaler Stundenzahl.

Wie im ersten Beitrag bereits gesagt, ist das ein Mittelwert aus den letzten 7 Geschäftsjahren. Da gab es Sprünge von 90.000 € bis runter auf 30.000 - das soll nicht verschwiegen werden.

Ob das wirklich allgemeingültig ist, möchte ich nicht beurteilen.
Der Beitrag war als positive Rückmeldung zu den vielen negativen Beiträgen gedacht. Es war mir wichtig herauszustellen, das man als Architekt selbst steuern kann, wieviel man schuftet / verdient.

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