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Archiopterix: Offline
![]() Beitrag Datum: 02.12.2014 Uhrzeit: 09:25 ID: 53629 | Social Bookmarks: Die Vorteile des öffentlichen Dienstes, und vor allem die des Beamtenstatus liegen klar auf der Hand. Allerdings wird man ja nicht durch Handauflegen zum Beamten. Auch der Alltag hat, je nach Dienstherrn, auch nicht immer viel mit der allgemeinen Vorstellung des trägen Beamtendaseins zu tun, da auch im öff. Dienst massiv Stellen abgebaut werden und so immer mehr Arbeit auf immer weniger Fachkräfte verteilt wird. Klar gammeln sich auch einige durch den Dienst. Bitte, wer damit zufrieden ist. Das wird aber auch anderswo gemacht. Meiner Meinung nach sollte man ein angemessenes Gehalt bei den Arbeitgebern einfordern und auch die Architektenkammer muss Rahmenbedingungen betreffend der Bezahlung von Architekten in den Planungsbüros schaffen. |
Social Bookmarks: Zitat:
Die Tarifvorgaben gibt es ja. Genau wie die HOAI. Wenn aber die Kammern selbst die HOAI nicht überall durchgesetzt bekommen und Mindestsatzunterschreitungen nicht rigoros verfolgen, dann kann das andere auch nicht funktionieren. Selbst öffentliche Auftraggeber unterwandern die HOAI. Wo nicht in ausreichendem Maß Geld reinkommt (Honorar) kann auch nicht mehr verteilt werden (Gehalt). | ||
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Smartie: Offline
Ort: Köln ![]() Beitrag Datum: 26.01.2015 Uhrzeit: 16:55 ID: 53869 | Social Bookmarks: Gibt es dem in öffentlichen Dienst Stellen für Architekten? Die nicht gerade rosigen Aussichten ,bringen mich manchmal echt ins Grübeln, ob ein Architektur-Studium wirklich die richtige Wahl ist. Was sagen den Leute, die im Berufsleben sind, kommt man mit dem Geld über die Runden oder hat man regelmäßig Existenzängste? |
Social Bookmarks: Ich denke aber, dass gerade das doch der fatale falsche Ansatz ist: "Aus Alternativlosigkeit zum Staatsdienst". Unserem öffentlichen Dienst mangelt es heute doch leider zu oft an wirklich qualifizierten und berufserfahrenen Leuten. Natürlich erfüllen diese Leute in der Regel die Anforderungen des Dienstherrn und haben die Verwaltungshochschule XY erfolgreich durchlaufen und bestimmte Fortbildungen oder Lehrgänge absolviert, aber die längere Erfahrung im Beruf, vor allem in einem kleinen oder mittleren Unternehmen und eine gewisse soziale Kompetenz fehlt ihnen oft völlig und somit auch das Feeling für die Probleme und Sorgen der Bürger, für die sie eigentlich da sein sollen. Dann kommt es noch häufig vor, dass der (Ehe-)Partner ebenfalls im öffentlichen Dienst arbeitet und somit jeglicher Pulsmesser für das Leben außerhalb des Staatsdienstes fehlt. Ich würde mir wünschen, dass es typische Amtskarrieren (also mit 19 Jahren den Verwaltungswirt beginnen und dann bis zur Frühverentung mit Ende 50, die Karriereleiter hochfallen) nicht mehr gibt, sondern das Menschen, die sich mind. 10 Jahre im Beruf bewährt haben, die Chance erhalten zum Amt zu wechseln und eine entsprechende Weiterbildung erhalten. Auf diese Art könnten auch sehr berufserfahrene und hochqualifizierte Menschen, die mit Mitte 50 leider keinen Job mehr auf dem Arbeitsmarkt erhalten, Ihre Kompetenz (sozial und fachbezogen) noch einige Jahre im öffentlichen Dienst einbringen und würden so sinnvoll eingesetzt, statt auf der anderen Seite die Sozialkassen zu belasten und selbst vermutlich unzufrieden zu sein. | |
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numerobinchen: Offline
![]() ![]() Beitrag Datum: 26.01.2015 Uhrzeit: 19:26 ID: 53872 | Social Bookmarks: Von meinen Kommilitonen sind nach wenigen Jahren, in denen ich es noch überblicken konnte, nur gerade mal die Hälfte in dem Job geblieben und bis heute dürften es wohl noch weniger sein. Im Studium lernt man weit mehr als einfach nur einen Job. OK, das war noch zu Dipl-Zeiten noch so. Wie es heute mit dem verschulten Bachelor/Master so aussieht, kann ich nicht sagen. Mir schwant so, dass es ein reines Berufslernen ist. Wenn es so ist, dann kann man mit dem Studium tatsächlich nix anderes anfangen und sollte es sich genau überlegen. Aber überhaupt: Deutschland hat die höchste Dichte an Architekten in Europa, wenn nicht weltweit. Die Konkurrenz ist groß und somit verteilt sich der Verdienst auf mehr Schultern. Über Chancen kann sich jeder seinen eigenen Reim machen. |
Social Bookmarks: Zitat:
Ich fand mein Studium (Diplom 2004) sehr theoretisch und zu entwurfslastig. 80% meines heutigen Jobs wurden stark vernachlässigt bzw. gar nicht angesprochen. Schlimmer kann es bei Bachelor/Master kaum sein. Ich merke, dass es unabhängig vom Studium oder der Hochschule stark von dem abhängt was man vorher und arbeitstechnisch neben dem Studium gemacht hat, wie man einen Absolventen einsetzen kann. | ||
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Smartie: Offline
Ort: Köln ![]() Beitrag Datum: 27.01.2015 Uhrzeit: 15:20 ID: 53878 | Social Bookmarks: Zitat:
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numerobinchen: Offline
![]() ![]() Beitrag Datum: 27.01.2015 Uhrzeit: 17:04 ID: 53881 | Social Bookmarks: Ich denke schon. Nach dem Abi hat man im Studium gelernt selbständig und verantwortungsvoll zu arbeiten, weil man für den Gang des Studiums selbst verantwortlich war. Man konnte sich die Fächer für die Scheine selbst zusammen schustern und hat damit eine Entscheidung für die Zukunft getroffen. Man hat z.B. gelernt Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und neu zu erfinden, um dann zu erkennen, dass vieles althergebrachtes nur deswegen immer noch aktuell ist, weil es einfach funktional ist und einfach funktioniert. Naja, usw... Dazu gab es bei uns noch ein Jahr Praktikum (bei dem ich das Glück hatte einen etwas besseren Lohn zu bekommen wie die Bauzeichner im Büro). Man hat tatsächlich was gelernt und konnte einen Teil davon selbst für andere Tätigkeiten verwenden. Natürlich ist das Studium als ganzes ziemlich entwurfslastig, aber daneben gab es bei uns z.B. auch Vorlesungen z.B. über AVA oder Arbeitssicherheit auf dem Bau (war ganz gut für SiGeKo Tätigkeit, weil in der gleichen Zeit das entsprechende Gesetz verabschiedet wurde) oder Baurecht (zumindest das muss es auch heute noch geben, weil es integraler Bestandteil des Jobs ist, VOB, HOAI usw). Durch die Vorstellung seiner Entwürfe vor der ganzen Kommilitonen hat man gelernt frei zu sprechen und seine Ideen einem größeren Publikum näher zu bringen, also sich und seine Leistung zu verkaufen (viele in der Arbeitswelt bekommen ihren Schnabel ja gar nicht auf) usw... Es ist natürlich auch immer eine Frage des Anspruches ans Studium und mit welchen schon vorhandenen Fähigkeiten man in dieses geht. |
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