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Juls426: Offline
![]() Beitrag Datum: 04.01.2017 Uhrzeit: 16:57 ID: 56142 | Social Bookmarks: ja, aber irgendwo hier hat mal jemand in den Raum geworfen, dass 80% der Feuchteschäden durch Dampfeintrag von unten und nicht Feuchtigkeit von oben entstehen. Aber wie verlässlich der Wert ist, weiß ich nicht. Stimmt, Foamglass ist teuer, PUR gäbe es noch. Laut puren nimmt das nur sehr wenig Feuchtigkeit auf und preislich liegt es etwa bei EPS, unter XPS, und die nötige Dämmstärke ist deutlich geringer, der Dachaufbau wird also niedriger - wobei da sowieso je nach Fläche und U-Wert das Gefälle mehr Höhe einnimmt als die für den U-Wert nötige Dämmung. |
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![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 05.01.2017 Uhrzeit: 10:45 ID: 56143 | Social Bookmarks: ... ich denke die Problematik hast du am ehesten bei Flachdächern / geneigten Dächer mit vollgedämmten Holzkonstruktionen. Die Dachbahnen sind in der Regel dicht, so das du von oben wenig zu erwarten hast. Problematisch wirds bei Holzkonstruktionen nach meiner Erfahrung in 2 Bereichen: - Feuchteeintrag während der Bauphase: Entweder das eingebaute Holz ist zu feucht, bzw. es reicht schon eine kurze Schlechtwetterphase während der Bauzeit, und schon hast du soviel feuchtigkeit im Dach, dass es kaum noch eine Chance hat, nachträglich zu trocknen. - Fehlerhafte Montage der Dampfbremse auf der Innenseite: selbst mit einer Intensiven Objektüberwachung kannst du kaum gewährleisten, das alle Anschlüsse und Durchdringungen dauerhaft richtig abgedichtet sind. Über die Langzeithaltbarkeit von Klebebändern wollen wir hier jetzt nicht weiter diskutieren. Aber stell mal vor Ort sicher, das alle Durchdringungen richtig eingeklebt sind. Spätestens wenn der Elektriker durch ist, hat er dir in der Regel die Dampfbremse mehrfach durchlöchert. anschließend macht der Trockenbauer zu, und gibt dem ganzen den Rest. Soviele Blower Door tests kannst du garnicht machen, um das sicher hin zu bekommen. M.E.nach sollten Holzkonstruktionen wenn möglichimmer hinterlüftet sein. Betondächer sind da unproblematischer zu handhaben, allerdings sollte man Dampsperren nicht als Lagerflächen während der Bauzeit überstrapazieren. |
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Juls426: Offline
![]() Beitrag Datum: 05.01.2017 Uhrzeit: 15:13 ID: 56144 | Social Bookmarks: Danke für deine Antwort - stimme allen Punkten zu! Siehst du bei einem Trapezblechdach die Gefahr, dass die Dämmung aufgrund unzureichender Dampfsperre zu schimmeln beginnt? Wobei sich das sicher durch ein aufgenietetes Blech bereits reduzieren lässt, da dann die Dampfsperre plan aufliegt und das Blech mögliche Diffusion weiter reduziert. |
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![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 06.01.2017 Uhrzeit: 10:44 ID: 56145 | Social Bookmarks: bei dem uns vorgeschlagenen, o.g. Aufbau: -Trapezblech -Glattblech genietet -Dampfsperre / Notabdichtung -Dämmung -Oberlage sehe ich da keine gefahr, du hast in dem Fall ja keine Dampfbremse, sondern wie beim Flachdach auf Massivdecken eine bituminöse Bahn, i.d.R. mit Aluminiumeinlage als Dampfsperre, + wie du sagst ja das Blech, was ohnehin dicht ist. Allerdings ohne Gewähr, da ich das so auch nur aus der Theorie kenne. |
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Juls426: Offline
![]() Beitrag Datum: 06.01.2017 Uhrzeit: 15:40 ID: 56146 | Social Bookmarks: Also die Dampfsperre ist eine bituminöse Bahn? Und die Abdichtung selber dann auch? Ich habe den Eindruck, dass da momentan EPDM deutlich beliebter ist, auch wenn ich selbst ein Freund des Bitumens bin. Wobei EPDM glaube ich auch bitumenbeständig ist? Man könnte es also auch problemlos kombinieren. Hat dann in deinem Aufbau mit Dampfsperre als Notabdichtung die Notabdichtung auch einen Ablauf? Das würde die Abläufe verkomplizieren und eventuell sogar problemanfälliger sein? |
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![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 06.01.2017 Uhrzeit: 15:58 ID: 56147 | Social Bookmarks: Auch bei einer Kusstoffbahn als oberste Lage ist die Dampfsperre in der Regel eine Bitumenbahn. Aufbauten findest du z.B. hier: Neubau/Blech (Bsp.3) Ob EPDM oder Bitumen, da scheiden sich die Geister, ich pers. finde Bitumen sympathischer, da lange erprobt, und einfacher zu reparieren etc... du kannst die Dampfsperre meistens als Notabdichtung während der bauzeit nutzen, wenn die verwendete Bahn das zulässt (Steht entweder im Produktdatenblatt, oder der Hersteller kann dir Auskunft geben. Ob das beim Gezeigten Beispiel geht, weiß ich nicht) Dann kannst du natürlich auch die Entwässerung während der Bauzeit daran anschließen, sonst läuft dir ja den Dach voll... Innenliegende entwässerungen sind in der Regel 2 teilig, so dass du den unteren Teil in die Dampfsperre einbinden kannst. LORO.de: Serie 84 DRAINLET® ... Brauchst du das ganze fürs Studium oder in real? |
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Juls426: Offline
![]() Beitrag Datum: 06.01.2017 Uhrzeit: 16:11 ID: 56148 | Social Bookmarks: Danke für die Antwort ![]() Ich dachte die 2-teiligen sind eher für Umkehrdächer u.ä. aber eigentlich hast du Recht und ich sehe keinen Grund die nicht auch zum Beispiel bei dem Aufbau einzusetzen. Fürs Studium, wobei es genau genommen mehr um Eigeninteresse geht. So genau müssen wir nie und nimmer arbeiten, aber ich finde es wichtig, dass Architekten sich Gedanken zu sowas machen, um dann einen möglichst wenig anfälligen Bau zu gewährleisten. |
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