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Wilfried Berger: Offline
Ort: 88630 Pfullendorf
Hochschule/AG: Sachverständiger und Begründer von www.BauFachForum.de. Ein Wissensnetz für Handwerker und Bauschaffende ![]() Beitrag Datum: 14.09.2012 Uhrzeit: 20:12 ID: 47889 | Social Bookmarks: Hallo Forumbesucher, ich bin Sachverständiger und unterhalte das BauFachForum. Zwischenzeitlich kann ich fast aus den Schäden, die aus der Planung heraus an den Fensteranschlüssen speziell an Wärmedämmverbundsystemen etstehe leben. Es ist für mich gerade bei zwei Großschäden nicht nachvollziehbar, dass die Planungsseite gerade an der Fensteranschlussfuge keine eindeutige Schnittstelle vornimmt. Grundlegend ist doch ganz einfach, dass wir es hier doch mit zwei ganz unterschiedlichen Gewerken zu tun haben. Enmal dem Fensterbauer mit der kompletten Verantwortung das Gebäude zu schließen. Dann der Putzer, der doch lediglich nur eine Putzfassade liefert. Dabei habe wir doch schon ganz eigenständige Vorgaben der Schlagregendichtheit aus den Gewerken. Wobei der Fensterbauer letztendlich eine ganz eigenständige Prüfnorm für Schlagregen hat. Die DIN EN 1027. Also mit einer Schlagregendichtheit von 300-600 Pa konfrontiert ist. Der Putzer allerdings ist doch nur mit der DIN 4108-3 konfrontiert, die doch keine eigenständige Prüfnorm darstellt. Daher kann doch die Fassade nicht die Aufgabe des Fensterauer erfüllen. Eine Frage, die ich mir jeden Tag stellen muß. Dabei werden doch gerade von Fachfirmen der Membranenherstellung (beispielsweise Firma illbruck im Produkte - Test im Baufachforum) ein kompletter Fachplanungsstab uterhalten, um solche Kapitalschäden zu vermeiden. Ist dazulernen denn so schwer? Gruß Wilfried Berger
__________________ Ratschlag vom BauFachForum: Bauschäden vermeiden ist besser wie Richter und Rechtsanwälte bezahlen. Geändert von Samsarah (17.09.2012 um 21:17 Uhr). Grund: Wegen unerlaubter Werbung |
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Tom: Offline
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 14.09.2012 Uhrzeit: 22:15 ID: 47890 | Social Bookmarks: Willkommen im Forum! Sachverstand können wir hier nicht genug haben ![]() Zum Thema: Ist denn nicht Stand der Technik, Fenster/Türen mit Anputzleisten an ein WDVS anzuschließen, inkl. Gewebestreifen und Dichtlippe? Wo genau ist das Problem? Dass die Leisten keine definierte Schlagregendichtigkeit besitzen? Anzubringen sind sie jedenfalls vom Putzer, alles andere macht sachlich keinen Sinn ... T. |
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Social Bookmarks: Hallo Herr Berger, schildern Sie mal detaliert so ein Bauschaden aus der Praxis und dessen planerische Ursache. Das würde mich sehr interessieren.
__________________ __________________________________________ Levente Pontai, ARCHITEKT AKNW L.Pontai@t-online.de Bonn | |
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personal cheese: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 14.09.2012 Uhrzeit: 23:14 ID: 47895 | Social Bookmarks: Ist der RAL-Leitfaden nicht mehr aaRdT? Oder worum geht's hier? |
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Wilfried Berger: Offline
Ort: 88630 Pfullendorf
Hochschule/AG: Sachverständiger und Begründer von www.BauFachForum.de. Ein Wissensnetz für Handwerker und Bauschaffende ![]() Beitrag Datum: 14.09.2012 Uhrzeit: 23:46 ID: 47899 | Social Bookmarks: Hallo Kollege, die Ral Güteverordnung ist >Stand der Technik<. Da müssen wir jetzt aber aufpassen. Der Jurist, geht immer von den >anerannten Regeln der Technik< aus. Aber, wo ist den der Unterschied? Link zur Veröffentlichung in der Glaswelt. Dort habe ich das Thema vollständig erklärt. Die >anerkannten Regeln der Technik< ist letztendlich das, was wir in unserer DIN verankert haben. Allerdings, wissen wir ja, dass unser Bundesverband in Berlin mit unserem >Guru< Ralf Skiekers 15 Jahre brauchen, bis etwas greifbar wird. Solange haben wir es nur mit Verordnungen oder Vornormen zu tun, die auf den >allgemein anerkanten Regeln der Techik< aufbauen. Und das ist dann der >Stand der Technik<. Da hättn wir ja jetzt gerade mit dem Putzanschluss die Grenzregelung. Der Putzer könnte ja eifach einen kellenschnitt machen. das wäre >anerkannte Regeln der Techik<. Da wir aber wissen, dass dieser kellenschitt heute nicht mehr Zeitgemäß ist, wurde im Fenstereinbau das RAL-Gütesiegel eingerichtet. Nur eine Verordung!!! Keine DIN. aber, >stand der techik< aufgebaut aus den >anerkannten Regeln der Techik<. Also alles, was die Norm aus Zeitgründen nicht sofort umsetzen kann, zählt dazu. So, und jetzt müssen wir wieder unterscheiden. Sehr viele DIN Normen, sind ja nur Vornormen. Beispielsweise die DIN 4108 ist nur eine Vornorm die seit über 15 Jahren in der Prüfung des DIN-Ausschusses steht. Eine Vornom, kann jeder Handwerker oder auch die Lobby der Anputzleitsen in die Wege leiten. Daher darf ein Sachverständiger nie eine Vororm als Prüfgrundlage nehmen. Es sei denn diese Vornorm hat wie die DIN 4108 einen Gesetzeshintergrud. Dann ist diese Vornom als bare Münze zu übernehmen. Hatt aber Firma >hurlitzer< eine Vornorm von ABO-Leisten angemeldet, darf diese Vornorm von einem Sachverständigen aus lobbyistischen Grundsätzen der Industrie heraus nicht gewertet werden. Wenn Fragen sind einfach fragen. Gruß von Wilfried Berger
__________________ Ratschlag vom BauFachForum: Bauschäden vermeiden ist besser wie Richter und Rechtsanwälte bezahlen. Geändert von Samsarah (17.09.2012 um 21:18 Uhr). Grund: Wegen unerlaubter Werbung |
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Social Bookmarks: Beim Link "Ruinöse Schäden" erscheint ein kostenpflichtiges Buch. Ich hoffe, dass Ganze hier ist keine Werbeveranstaltung in eigener Sache. Auch ich wurde schon mehrfach darum gebeten, dass Werk von Kollegen zu begutachten um dem Bauherrn Munition gegen seinen Handwerker und den Architekten zu liefern. Ich lehne so etwas ab, weil ich selbst nicht garantieren kann, dass ich keine Fehler mache. Leute, die damit ihr Geld verdienen und andere "in die berühmte Pfanne hauen" begegne ich ungern, da auch sie, wie alle Menschen Fehler machen, aber sich häufig als perfekt oder fehlerfrei darstellen. Wir sollten alle daran arbeiten, dass Bauen stärker zu vereinfachen und durchsichtigere Regelwerke, vor allem weniger Regelwerke zu schaffen. Dann sollte man den Lobbyismus stark einschränken. Denn mittlerweile geht es doch nur ums theoretische berechnen von Zusammenhängen, die es oft nicht gibt (z.B. ENEV-Nachweis) und verkaufen (z.B. von Wärmedämmung und Abdichtungen), statt um Wohngesundheit und Vernunft. Dann ist allen geholfen. | |
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Wilfried Berger: Offline
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Hochschule/AG: Sachverständiger und Begründer von www.BauFachForum.de. Ein Wissensnetz für Handwerker und Bauschaffende ![]() Beitrag Datum: 14.09.2012 Uhrzeit: 23:45 ID: 47898 | Social Bookmarks: Das werde ich gerne machen. Ich muss mal schen, ob ich hier Bilder einbringen kann. Ich erkenne jetzt hier noch nicht, wie ich euch Bilder zeigen kann. Wenn Ihr dem Link Ruinöse Schäden folgt, könnt Ihr einmal ein solchen Schaden mit Anputzleisten ohne dass der Fensterbauer seine Leistung erbracht hat an einem Neubau nach 3 Jahren sehen. In Köln vertrete ich gerade einen Mandanten vor Gericht mit einem Großschaden. Wer die Glaswelt hat, kann den Bericht dort lesen. Aber, wenn Ihr Interesse habt, mache ich euch einmal ein Schnelldurchlauf von Anputzleistenschäden so wie das evetuell ein Mensch mit seinem Leben sieht kurz bevor er stirbt und stelle euch den unter >wir decken auf< ein. Das Hauptproblem mit den Anputzleisten liegt ja darin, dass diese an den Fenstern nicht haften. Und das ist ein einfaches physikalisches Problem. Wenn der Klebestreifen auf der Baustelle zum ankleben abgerissen wird, werde sofort die Bindemittel verflüchtigt. Dabei wird die Klebefläche immer kälter als die umgebende Temperatur. Das ist das Gleiche, wie wenn im Innenraum bei 21°C Raumtemperatur die 13°C Isotherme an der Wandoberfläche austritt. Somit wird letztendlich mit dem Ankleben nur eine Verbindung durch Athässion zwischen Kleber, Leiste, Wasserschicht und Rahmen vorgenommen. Wenn dann das Wasser rücktrocknet, löst sich die Verklebung. Der Schreiner kennt das Problem mit einer Leiste, die er mit Patex anklebt. Die hält über die Nacht und am morgen liegt sie wieder auf dem Boden. Ein klares physikalisches Problem, das wir allerdings mit etwas Nachdenken wissen müßten. Mein Ziehvater Reimund Probst hat dabei immer gesagt: >Das ist zuendedenken<. Es fängt gerade an Spaß zu machen. Gruß vom Wilfried Berger
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Wilfried Berger: Offline
Ort: 88630 Pfullendorf
Hochschule/AG: Sachverständiger und Begründer von www.BauFachForum.de. Ein Wissensnetz für Handwerker und Bauschaffende ![]() Beitrag Datum: 18.09.2012 Uhrzeit: 23:37 ID: 47984 | Social Bookmarks: Hallo Herr FoFe Das kann ich Ihnen beantworten… Eigentlich war ich der Meinung, dass wir Bauschaffenden dem Verbraucher also Ihrem Auftraggeber unsere Verantwortung aufzeigen müssten. Dieser Chart, aus lauter Architeken und Bauleitern, sollte doch dann aufzeige, dass die Bauherrschaft, der >Ofen< ist von dem alle leben. Das zeigt dieses Forum nicht auf, hier wird nur darauf Acht gelegt, dass die Bauherrschaft die DIN-Normen nicht kennt? Also…Letztendlich, das was der Handwerker ausübt unter der Aufsicht eines Architekten, nicht mehr seine Verantwortung sein sollte. So,, Und jetzt könnt Ihr wider DIN und Normen wälzen. Der Architekt steckt nicht nur 2-5 Jahrein der Verantwortung sondern 30 Jahre-und rechtlich Generationenübergreifend. Also stellt sich in einem Internet Auftritt die Frage, weshalb sich Architekten vor dieser Verantwortung drücken wollen? Sid immer nur der Bauherr und der Handwerker die Dummen? Oder der, der Ausschreibungen und Pläne macht? Würde noch gerne einen Comic bringen…Aber der Kollege findet das als Unangebracht. Was ich toleriere. Aber… Ihre Urlaubsbilder vom FKK-Stand hätten mich interesseiert. Gruß Wilfried Berger
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Tom: Offline
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 19.09.2012 Uhrzeit: 00:36 ID: 47985 | Social Bookmarks: @Herr Berger: Das wird ja immer wirrer und ausufernder. Zudem unterstellen Sie den Diskutanten offensichtlich Unzutreffendes. Sie haben es hier mit Architekten, Architekturstudenten und Bauherren zu tun, die an einem echten Erkenntnisgewinn interessiert sind. Ich schließe diesen Thread jetzt. Es steht jedem frei, Teilaspekte in einem neuen Thema aufzunehmen. T. |
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