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Sind diese "goldenen Regeln" den anerkannte Regeln der Technik, also rechtssicher oder nur eine Ansicht die einige Sachverständige vertreten? | ||
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 12.12.2013 Uhrzeit: 14:16 ID: 51618 | Social Bookmarks: Zitat:
DIN 68800-2:2012-02 S. 46 die Bedingungen der Gebrauchsklasse GK 0 erfüllt, hinaus. Und die Konstruktion ist nachweisfrei, also ist der Bauphysiker in LPH8 obsolet. Auf die Frage nach der Bahn unter der Dämmung antwortete H. Mohrmann mir eben: Dampfbremse (kann ruhig sd-Wert von 1500m haben) , die aber auch die erste Abdichtung sprich Notabdichtung darstellt. Üblicherweise ist nämlich hier die Gewerkeschnittstelle. Der Holzbau – möglichst als Element – braucht hier einen 100 % dichten Abschluss. | |
Social Bookmarks: Dann passt das ja. Bei sD von 1.500 sprechen wir ja annähernd von einer Dampfsperre. Ist in meinen Aufbauten auch immer so vorgesehen und wird noch vom Holzbauer geleistet. Alle Feuchtigkeit unterhalb dieser Ebene muss nach unten verdunsten, alle Feuchtigkeit oberhalb dieser Ebene nach oben durch eine diffusionsoffene Dachabdichtung, wobei es natürlich gar keine Feuchtigkeit oberhalb geben sollte. Da die Witterungsverhältnisse gerade bei Dacharbeiten allerdings manchmal dazwischen funken und kleine Mengen Feuchtigkeit eindringen könnten, verschaffe ich mir durch diesen diffusionsoffenen Aufbau nach oben etwas mehr Sicherheit. | |
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 13.12.2013 Uhrzeit: 12:01 ID: 51637 | Social Bookmarks: Zitat:
die Neubau- und eventuell Holzfeuchte. Wenn man es vom Ablauf schafft zunächst den Dachdecker die Aufdachdämmung und danach erst die Dämmung darunter einbauen zu lassen, hat man das Problem auch etwas entschärft. Das "Problem" mit Witterungsfeuchtigkeit oberhalb der Notabdichtung hast Du so aber auch ganz genau im Betonbau, das ist jetzt keine Holzbau spezifische Herausforderung, abgesehen mal von den Anforderungen an den Absorptionsgrad der Dachhaut. | |
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lalahmpf: Offline
![]() ![]() Beitrag Datum: 14.12.2013 Uhrzeit: 13:40 ID: 51646 | Social Bookmarks: Die Auswirkungen von Feuchteschäden sind bei Holz aber um einiges heftiger. Während ich bei StB noch sinnvoll sanieren kann, verliert mein Holz bei längerer Feuchteeinwirkung eventuell seine Tragfähigkeit |
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 14.12.2013 Uhrzeit: 17:01 ID: 51647 | Social Bookmarks: da ist doch gar kein Holz oberhalb der Dampfsperre... |
Social Bookmarks: Das wäre ja die Folge von zuviel Feuchtigkeit unterhalb der Notabdichtung/Dampfsperre bei unserem Beispiel. Generell kann aber allen Dächern (Beton, Holz) auch die Feuchtigkeit oberhalb der Notabdichtung/Dampfsperre Probleme bereiten, weil die darüberliegenden Dämmung bei Durchfeuchtung an Wirkung verliert und so die Bauphysik der Element unterhalb der Notabdichtung/Dampfsperre nicht mehr funktioniert. | |
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mika: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 16.12.2013 Uhrzeit: 11:01 ID: 51660 | Social Bookmarks: Das sind ja jetzt alles Spekulationen und Zuspitzungen von möglichen Szenarien, die darauf hinauslaufen, dass Holz bei zu hoher Feuchte von holzzerstörenden Pilzen befallen werden kann, und dass das schwerwiegender ist als durchgerostete Bewehrung ist, und Holz daher grundsätzlich gefährlich sei. Ein Bauphysiker sollte eine Wufi-Bererchnung machen, um unter Berücksichtigung aller Einflußfaktoren zu beurteilen, ob es Verdunstungsreserven gibt, oder ob sich die anfallende Feuchtigkeit aufschaukelt, und was in dem Fall dagegen zu tun ist. Herr Mohrmann hat gottlob schon mal Grundsätze zusammengefaßt, die uns Architekten bei der Planung als Faustformeln dienen können. Ich finde Feuchtigkeit im Beton nicht weniger undenklich. |
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 02.02.2015 Uhrzeit: 17:52 ID: 53934 | Social Bookmarks: Zitat:
Momentaufnahme. Fast alles davon ist dann in die DIN 68800-2 eingeflossen (bis auf blower door und die Hohlräume) Dafür kam noch diese Forderung hinzu: Zitat:
nicht nachweisfrei, d.h. der Nachweis muss nach DIN EN 15026 geführt werden, also WUFI oder DELFI! Ohne Nachweis geht quasi nur noch ein Aufbau und zwar die Aufdachdämmung. Das bedeutet für Dich Archimedes, dass der von Dir beschriebene Aufbau mangelhaft ist, weil Du ihn nicht nachgewiesen hast. Für die Zukunft also bei unbelüfteten Flachdächern, die keine Aufdachdämmung haben gleich 750€ für den Bauphysiker einkalkulieren ![]() | ||
Social Bookmarks: Zitat:
![]() Wenn wir mit allen Nachweisen fertig sind, hat der Bauherr kein Geld mehr zum Bauen. Findet Ihr nicht auch, dass wir uns langsam selbst eliminieren? | ||
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 02.02.2015 Uhrzeit: 18:45 ID: 53936 | Social Bookmarks: wieso wir eliminieren uns doch nicht, sondern der Normierer. Wenn Proclima den Aufbau nachweist ist doch auch gut. Aber Du hast doch am Anfang selbst die drastischen Folgen beschrieben, und diese Kompostdächer sind keine Seltenheit und daher guter Grund hier mal etwas mehr zu fordern. PS: ich habe auch gerade mit einem Schaden zu tun, dessen Beseitigung einiges teurer wird als der Nachweis vorher gewesen wäre ![]() |
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