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AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? das ist ein politisches Projekt. Da rechnet keiner das Dach durch, sondern es wird zuerst ein Preis genannt, der auch zustimmungsfähig ist. Das ist doch selbst bei kleinen Projekten so. Und das fängt ja schon bei Wettbewerben an. Da wird eine Obergrenze ausgelobt, alle rechnen das hin, und alle Beteiligten wünschen sich ganz dolle, daß der Kostenrahmen auch gehalten werden kann. Dann werden Stück für Stück die Kosten angepasst, und weitere Gelder beantragt und aquiriert. |
AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? Ich denke, es hat Jeder durchschaut, dass hier auch die Politik das Projekt durchdrücken wollte, "koste es was es wolle". Aber wo bitte ist hier die Schmerzgrenze erreicht? Wenn wir von einer Verdoppelung der Baukosten sprechen, ist das nicht rühmlich, aber vielleicht irgendwie noch zu rechtfertigen und zu erklären. Das hat sich quasi schon "eingebürgert". Wir sprechen hier von nicht weniger als einer VERZEHNFACHUNG der Baukosten. Das kann selbst mit Augen zudrücken und den geschicktesten Ausreden nicht mehr kaschiert und geschönt werden. Es geht hier in hohem Maße um Steuergelder und zwar nicht nur um die von Hamburger Bürgern, sondern auch das Geld anderer Bundesbürger, die Hamburgs Schulden über die Länderumlage mittragen müssen und kein neues Wahrzeichen im Heimathafen stehen haben. Beim Flughafen BER oder Stuttgart 21 läufts ähnlich. Ernsthaft: Muss in einem solchen Fall nicht die Staatsanwaltschaft in alle Richtungen ermitteln, weil hier Tatbestände wie Betrug, Veruntreuung, Verletzung der Sorgfaltspflicht etc. erfüllt sein können? Oder ist es so, wie ich vorher schonmal schrieb, dass bei solchen Großprojekten die absolute Narrenfreiheit gilt, während man bei kleineren Projekten, aber ähnlicher Sachlage, jedem Verantwortlichen längst an den "Allerwertesten gegriffen" hätte. |
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Ich persönlich habe den Eindruck, dass die jetzt kommunizierten Gesamtkosten den Entscheidern in Politik & Wirtschaft nicht übertrieben hoch erscheinen für diese Hochglanz-Projekt. Leuchtturm-Projekte lässt man sich anderswo gerne 1-2 Milliarden EUR kosten, sei es für Infrastruktur oder Kultur ... T. |
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Zitat:
Sind wir schon so weit, dass wir es einfach hinnehmen und habe nur ich das Gefühl, dass hier etwas Unrechtes passiert? |
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Aus meiner Sicht werden Kostenschätzungen und -berechnungen aber immer eine höhere Form des Ratens bleiben, weil niemand die Marktentwicklung voraussehen kann. Bei vieljährigen Vorhaben wird es vollends unmöglich. In GU oder GMP-Verträgen werden die Risiken einfach mit eingepreist - und die Nachträge kommen dann noch zusätzlich oben drauf. Wir haben das jetzt kürzlich bei einem 100 Mio-EUR-Projekt im Detail durchdiskutiert. Als Ergebnis soll jetzt eine Einzelgewerkevergabe für jeden Bauabschnitt getrennt gemacht werden. Einmal, um Risikozuschläge in den Angeboten zu vermeiden und außerdem, um vom 1. BA für den 2. zu lernen. T. |
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Z.B. im Bereich der Fassade (Außenkontur der Architekten wird genommen) oder TGA (große Umplanungen möglich). Eine Alternative aus Bauherrensicht wäre vll. eine funktionale Leistungsbeschreibung (sollte das Nachtragsrisiko auf ein Minimum reduzieren?) |
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Also, wer zufällig da bei HdM oder bei einer anderen beteiligten Partei arbeitet: Nennt uns mal den EP der Glasfassade. T. |
AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? ...laut Wikipedia kosten die Fenster circa 1.150€/m² (20.000€ pro Fenster bei insges. 1096 Stück). Ob das nun brutto/netto und was da nun einschl. oder ausschl. ist erfährt man in dem Artikel allerdings nicht... |
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Dann ist noch die Frage ob bei dieser Angabe evtl. schon anteilig Fensterbank, Anschlüsse, Absturzsicherung oder Sonnenschutz enthalten ist. |
AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? Das ist ja wirklich nicht so viel ... Auf die Veröffentlichung der Verträge wurde hier schon hingewiesen? -> Elbphilharmonie erleben T. |
AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? |
AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? Na endlich, und Baukosten nur um 100% überschritten, geht doch! |
AW: Neverending Baukosten - Wer kann das erklären? HdM saßen sicher nicht im Publikum. Die werden mit dem Projekt schon gedanklich abgeschlossen haben und lassen sich 2017 nochmal kurz zur Einweihung blicken. Den Steuerzahler wird es hingegen noch eine Weile beschäftigen. Wenn ich mal so grob als fleißiger Steuerzahler überschlage, dann habe ich sicher auch meine 30 Euro über Umwege zur Elbphilharmonie beigesteuert, bis das Projekt dann fertig ist. Dann sicher noch weitere 300 Euro aus meiner Tasche für BER und Stuttgart 21. Ganz ehrlich: Dafür wäre ich lieber ein Wochenende mit den Kindern weggefahren. Wenn jeder Bundesbürger 5 Euro spendet, baue ich Euch auch was Schönes. Versprochen! :D |
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Außerdem will ich keine 700 km fahren um vom BER abzuheben zu können. ;) |
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