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![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 06.05.2010 Uhrzeit: 13:09 ID: 39005 | Social Bookmarks: meiner meinung nach sollte eh jeder der als architekt arbeiten möchte, voerher ne ausbildung im Bauhandwerk gemacht haben. |
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Ich finde es auffällig, daß wenn man sich Lebensläufe erfolgreicher bzw. häufig publizierter Architekten anschaut oftmals zu erkennen ist, daß diese Leute direkt im Anschluß an ihr allgemeines Abitur studiert haben und mit Mitte Zwanzig in den Beruf eingestiegen sind, dann nach 5-10 Jahren Partner in einem Büro wurden oder sich selbständig gemacht haben. Manchmal glaubt man da ein Muster erkennen zu können. Das läßt unter anderem folgende Spekulationen zu: - diese Lebensläufe sind geschönt bzw. nachträglich gekürzt worden ![]() - allgemeines Abi und direktes Studieren macht erfolgreicher als Lehre mit zweitem Bildungsweg ![]() - Architekten mit vorheriger Ausbildung sind vielleicht nicht schlechter, aber medial nicht so präsent - Architekten ohne vorherige Ausbildung bleiben durch "mangelnde Berufserfahrung" und einseitiges Studium eher im Bereich Entwerfen. Hinzukommt dann, daß i.d.R. nur erfolgreiche Entwerfer und nicht gute Detailarbeiter, Ausschreibungsspezialisten oder Bauleiter publiziert werden. (ähnlich wie beim Fußball, wo immer die Torschützen, aber selten die Abwehrspieler in die Medien kommen) ....soweit meine subjektiven Betrachtungen. Wir war nochmal das Thema? ![]() | ||
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mika: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 07.05.2010 Uhrzeit: 10:12 ID: 39024 | Social Bookmarks: Zitat:
Ich denke manchmal, dass es vielleicht nur möglich ist, erfolgreicher Entwerfer zu sein, wenn man eben keine Fachkenntnisse über die Details der Bauausführung hat, dafür aber ein großes Durchsetzungsvermögen durch Überheblichkeit und Selbstsicherheit. Und ich denke, dass man so eine Selbstsicherheit nicht haben kann, wenn man zu viel über die Ausführung weiß und schon während des Entwerfens Abwägungen anstellt. | |
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![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 07.05.2010 Uhrzeit: 11:05 ID: 39026 | Social Bookmarks: "Ich denke manchmal, dass es vielleicht nur möglich ist, erfolgreicher Entwerfer zu sein, wenn man eben keine Fachkenntnisse über die Details der Bauausführung hat, dafür aber ein großes Durchsetzungsvermögen durch Überheblichkeit und Selbstsicherheit. Und ich denke, dass man so eine Selbstsicherheit nicht haben kann, wenn man zu viel über die Ausführung weiß und schon während des Entwerfens Abwägungen anstellt." es gibt aber auch ein paar, die das gegenteil beweisen. zumthor zum beispiel |
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gRINsEcAtze: Offline
Ort: Bayern
Hochschule/AG: Schüler ![]() Beitrag Datum: 16.05.2010 Uhrzeit: 16:30 ID: 39152 | Social Bookmarks: Was ist die Tätigkeit bei einem Baustellenpraktikum im Vergleich zu einem normalen Praktikum im Architekturbüro? |
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personal cheese: Offline
Ort: Berlin ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 16.05.2010 Uhrzeit: 19:31 ID: 39162 | Social Bookmarks: Sollte zwar nicht so sein, kann aber passieren: Baustellenpraktikum = Bierholen und Baustelle reinigen Büropraktikum = Kaffeekochen und Kopieren |
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gRINsEcAtze: Offline
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Hochschule/AG: Schüler ![]() Beitrag Datum: 17.05.2010 Uhrzeit: 16:19 ID: 39180 | Social Bookmarks: Sorry, aber da musste ich gerade mal so richtig lachen. Ich habe schon ein Büropraktikum gemacht und es hatte nichts mit Kaffeekochen oder gar Kopieren zu tun. Ich durfte mein eigenes Projekt planen. Habt ihr schon mal Praktika gemacht, wo ihr nur die Baustelle reinigen, Kaffeekochen... durftet? Also ich hätte das Praktikum dann bestimmt abgebrochen. |
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Pia: Offline
![]() Beitrag Datum: 25.05.2010 Uhrzeit: 15:39 ID: 39324 | Social Bookmarks: also ich habe auch die ganze gelben seiten angerufen und im netz bei google eingetippt wonach ich suchte und hitereinader angerufen..und wenn dies iteresiert waren, nur dann eine bewerbung zugeschickt.
__________________ Die Liebe besteht zu drei Viertel aus Neugier. |
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noone: Offline
![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 13:31 ID: 17199 | Social Bookmarks: PS ich weiss ja nicht welche Erfahrungen ihr im Wettbewerbsbereich gemacht habt, meiner ERfahrung nach sind die alt bewährten Architekten Richtungsweisend, und geben den Entwurf vor, Studenten und Absolventen, die im Wettbewerbswesen tätig sind, werden doch meist nur zur Umsetzung in Plan und Bild dieser Ideen herangezogen. Natürlich ist dies zunächst eine unbefriedigende Arbeit, jedoch lernt man so mit der Zeit den Entwurfsprozess und die Herangehensweise an einen Wettbewerb bezüglich Zeitrahmen und Aufgabenstellung. Ich habe meine erste Zeit während und nach dem Diplom in einer solchen Entwerferposition verbracht, wo mir erste Ansätze vorgegeben wurden, in deren Rahmen ich dann ausdetailliert und ergänzt habe. In meiner ersten richtigen Festanstellung mußte ich dann von Phase 1 an alles machen, jedoch hat sich herausgestellt, dass entwerferische Defizite sehr schwer, wenn überhaupt in einer solchen Allrounderposition auszumerzen sind. Viele dieser sogenannten "Planer und Gestalter" haben so wenig Gespür für Gestaltung und Proportionen, daß sie wirklich besser bei ihrer Ausführung bleiben........... (und sich wohl genauso über Architekten lustig machen, die als Entwerfer auftreten und auf der Baustelle Patzer in Serie produzieren.......) |
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Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 13:32 ID: 17200 | Social Bookmarks: Ich glaube, es hängt viel von der Uni ab. Ich hab zwar selbst nicht da studiert, aber ich würde die Uni Dortmund empfehlen, da arbeiten Architekten und Bauingenieure ziemlich eng zusammen, machen Studienarbeiten zusammen und so, ich schätze dass man da eine ganze Menge lernt. Ansonsten, ja, Praktikum ist absolut wichtig, aber es gibt nun mal viele Unis, da kommt Bauko kaum vor, da brauchst du es im Studium zumindest echt nicht zu können, das war ja wie gesagt bei uns zum Glück ganz anders. Ich bin auch froh, dass ich da so viel gelernt hab. Und das hat dann auch dazu geführt, dass ich neben dem Studium und vor allem dann im Praxissemester völlig selbständig Projekte bearbeiten konnte. Klar hat da dann nochmal jemand drüber geguckt, aber das wars dann auch. Ich schätze ma, die Leute die nur Entwurf können, haben es später schon schwerer, einen Job zu finden. Deshalb, geht so häufig auf die Baustelle wie möglich! Dazu hat mein Bauko-Prof auch immer geraten (wir hatten übrigens im Studium auch Exkursionen zu Grossbaustellen, und wenn bei uns im Gebäude gerade saniert wurde, haben wir uns das da auch angeguckt). Mein Bauko-Prof meinte auch immer, man solle immer einen Zollstock dabei haben, um alles auszumessen, damit man ein Gefühl für Grössenverhältnisse bekommt, also nicht nur Räume (das können sich ja auch nach dem Studium manche Architekten schwer vorstellen, ob ein 6 qm Bad gross ist oder klein...) sondern auch Fliesengrössen, Türbreiten, Höhen der Steckdosen etc... |
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Jochen Vollmer: Offline
Ort: Kassel ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 25.05.2010 Uhrzeit: 22:52 ID: 39325 | Social Bookmarks: Ich nicht. --> Dortumund = Planen und Bauen wie gestern. Aktuelle Tendenzen und Auswirkungen beschleunigter globalisierter Wirtschaftsweisen werden ignoriert. Frei nach dem Motto "Backstein und Blockrand werdens schon richten." Zitat:
längeren Zeitraum. Ein dreimonatiges Praktikum bringt wenig und trägt allein nicht zu einem grundlegenden Verständnis der Zusammenhänge bei. Besser auf kreativem Wege weglassen und direkt studieren.
__________________ jochenvollmer.de | |
Social Bookmarks: Zitat:
Nur sollte man sich vor dem Studium mal eine Baustelle angesehen und idealerweise auch dort gearbeitet haben. | ||
Social Bookmarks: Ein Baustellenpraktikum bring einen rudimentären Einblick in ein oder wenige Bereiche des Baus. Es hilft dir also nur bedingt bei der Erstellung von Details, da jedes Objekt andere Probleme hat und jeder Teilbereich eigenständig ist. Da kann ich ein Praktikum beim Betonbauer, beim Mauerer und beim Zimmermann gemacht haben, dann hab ich trotzdem keine Ahnung vom Estrich und von Tischlerarbeiten habe ich dann auch noch nichts gehört. Das Praktikum dient also nur dazu, einen Einblick in Abläufe zu bekommen und sensibilisiert den Architekten, bei der Planung eines Objektes mit zu überlegen, ob das so funktionieren kann. Natürlich schadet es nicht vor dem Studium schon einmal auf einer Baustelle gewesen zu sein und wenn man nichts besseres zu tun hat, sollte man das Baustellenpraktikum auch ruhig vorher machen, aber man wird dadurch weder ein besserer Student noch ein besserer Architekt. Und die Details mit den man sich im Grundstudium beschäftigt kann man i.d.R. mit Besuch der entsprechenden Vorlesungen und Seminare lösen. Also bitte das Studium nicht wegen eines Praktikums verschieben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es an der UDK auch reicht, es im Laufe des GS zu absolvieren.
__________________ Florian Illenberger tektorum.de - Architektur-Diskussionsforum archinoah.de Architektur Portal - Forum für Architektur: | |
Social Bookmarks: Zitat:
Ich habe mit Absicht ein solches Büro als zweite Station meines Weges gewählt, weil ich meine Kenntnisse als Allrounder weiter vertiefen wollte und das Studium genug graue Entwurfstheorie geboten hat. Ohne meine Vorkenntnisse aus meinem ersten Job, Mitgründung und 3- Jahre Arbeit in einem kleinen Büro während und nach dem Studium hätte ich hier keine Chance gehabt. | ||
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Francis: Offline
![]() Beitrag Datum: 26.07.2006 Uhrzeit: 14:01 ID: 17203 | Social Bookmarks: Verschieben würde ich das Studium wegen eins Praktikums natürlich auch nicht! Aber es schadet wirklich nicht, sich öfters mal auf einer Baustelle umzusehen, das geht auch ohne Praktikum, einfach mal schauen, was die Leute da so machen, oder abends, wenn da eh keiner mehr ist, muss ja auch nichts grosses sein, ein EFH reicht da auch schon. Natürlich kriegt man nicht alle Gewerke in dem Sinne mit, dass man bei jedem Arbeiten kann, aber zumindest kriegt man die Abhängigkeit der Gewerke untereinander mit. Was mir auch super viel gebracht hat, war im Architekturbüro viel mit auf die baustelle zu gehen, im Praxissemester hatte ich ja mein eigenes Projekt und war bis zu 4x in der Woche auf der Baustelle. Da lernt man dann richtg was. |
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Erstellt von | Für | Typ | Datum | |
Baustelle - bauplaner-hahn.de | Beitrag #0 | Refback | 27.07.2009 14:40 |
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Thema | Autor | Architektur-Themenbereiche | Antworten | Letzter Beitrag |
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