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siren: Offline
Ort: Düsseldorf ![]() ![]() Beitrag Datum: 09.05.2009 Uhrzeit: 10:53 ID: 33657 | Social Bookmarks: Man sollte sich dann aber bewußt machen, daß Innenarchitekten nicht nur Möbel hin- und herschieben. Da gehört schon noch einiges mehr dazu. Genauso wie auch Landschaftsarchitekten nicht nur Hügel formen und Bäumchen in Pläne zeichnen. Aber versuchen kann mans natürlich mit einer Bewerbung in einem entsprechendem Büro, natürlich dann die passenden Arbeitsproben dazulegen ;o) Für den Innenarchitektur-Master kannst Du Dich als Bachelor-Architekt auf jeden Fall bewerben, das geht ohne Probleme. Da muß natürlich in den Arbeitsproben und den Praktika irgendwie Deine Motivation zu erkennen sein. Schönes Wochenende! |
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Tom: Offline
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Hochschule/AG: Architekt ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 09.05.2009 Uhrzeit: 18:47 ID: 33663 | Social Bookmarks: Ich erkenne jede Spezialdisziplin (Möbeldesigner, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt) voll an, glaube aber auch, dass die Grenzen sehr durchlässig sind und man als Architekt gute Chancen hat, sich beruflich in diese Bereiche zu entwickeln. Umgekehrt kenne ich übrigens auch Innenarchitekten, die mit ein paar Jahren Berufserfahrung Projektleiter im regulären Hochbau sind. Habe neulich noch von einem großen Design-Möbelanbieter gelesen, dass er mit einem spanischen Design-Büro zusammenarbeitet, in dem 50% Architekten arbeiten. Viele Kurz-Entwürfe und Stegreife im Hochbau-Studium betreffen auch Industrie-Design, etc. ... |
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![]() ![]() Beitrag Datum: 09.05.2009 Uhrzeit: 21:27 ID: 33666 | Social Bookmarks: Zitat:
![]() Ich habe im A-Büro auch schon Möbel entworfen. Das ist doch jetzt nicht die Welt. Eher eine nette Nebenbeschäftigung nach Feierabend. Und was machen Landschaftsarchitekten mehr als das Beschriebene? Oft wurde unser Büro gleich mit der Aussengestaltung beauftragt. Ich denke, diese Disziplinen haben eher Angst von der "allgemeinen Architektur" irgendwann vereinnahmt zu werden. | |
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noone: Offline
![]() ![]() ![]() ![]() Beitrag Datum: 11.05.2009 Uhrzeit: 10:16 ID: 33673 | Social Bookmarks: Zitat:
Zitat:
Also mit Innenarchitektur Abschlüssen kommst Du nicht in die Architektenkammer. Genaueres kannst Du auf den Kammerseiten unter Beitrittsbedingungen recherchieren. Wenn du nach dem Architektur-Bachelor einen Innenarchitektur-Master machst, kannst Du in die Kammer, vorrausgesetzt du hast einen 8-Semester Bachelor und kannst zwei Jahre Berufserfahrung in allen Leistungsphasen (so steht es in den Bedingungen der Kammer (RLP)) nachweisen. Bei fast allen Kammern kommt die Weiterbildungspflicht hinzu, d.h. Du musst dann auch entsprechende Fortbildungen machen. Wenn Du also in die Kammer willst, wird es mit Berufserfahrung ausschliesslich in Möbeldesign wahrscheinlich nicht ausreichen. Übrigens würde ich unter Umständen nicht weiterstudieren, um ins Möbeldesign zu wechseln. Als Architekt kann man sich durchaus direkt bei Firmen bewerben. Es gibt viele Möbelhersteller und Schreinereien, die gerne Architekten einstellen, da Architekten bei der Ausführung auf der Baustelle umfassender Kontruktive Zusammenhänge erfassen und beeinflussen können. In Deinen Fall ist es natürlich so, dass Du als Studentin ohne Berufserfahrung einsteigst. Vielleicht solltest Du wegen Deinem Wunsch, in die Kammer zu kommen, Dich einfach für zwei Jahre bei einem sehr Innenarchitektur/Design-lastigen hippen Architekturbüro bewerben (à la 3deluxe oder Ippolito Fleitz Group). Damit könntest Du die konstruktiven Zusammenhänge zwischen Gebäude und Möbel erlernen und hättest beim Wechsel in die Möbelbranche bessere Chancen. Damit könntest Du auch in die Kammer und immer noch vom Möbeldesign zurück zur Architektur. | ||
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siren: Offline
Ort: Düsseldorf ![]() ![]() Beitrag Datum: 11.05.2009 Uhrzeit: 12:39 ID: 33678 | Social Bookmarks: Ich meinte natürlich die Innenarchitekten-Kammer wenn jemand den Innenarchitektur-Master macht. Und mit dem Architektur-Master in die Architekten-Kammer. Aufnahmebedingungen und Weiterbildungspflicht sind bei beiden Kammern ähnlich. Kann man aber auch leicht überall nachlesen. Allerdings wird nur der Bachelor bei beiden Kammern nicht ausreichen. |
ehem. Benutzer Registriert seit: 28.09.2008
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Schmetterling*: Offline
![]() Beitrag Datum: 11.05.2009 Uhrzeit: 14:22 ID: 33679 | Social Bookmarks: @ noone: Meinst du mit dem 8-semestrigen Bachelorstudium (plus Master in IA) komme ich in die Architektenkammer? Denn wie ist das mit der Innenarchitektenkammer, also dem BDIA? Komme ich da rein nach solch einem Studium plus Berufserfahrung oder gar nicht, weil ich da keinen Bachelorabschluss gemacht habe? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich einige Beiträge wirklich sehr gut und hilfreich fand, ich freue mich richtig auf meine Zukunft, wenn ich mir vorstelle, dass ich das auch so machen könnte. Weil ich glaube, in Designarchitekturbüros zu arbeiten, würde mir doch sehr gefallen. Nur würde es sich denn überhaupt rentieren, sich dort zu bewerben? Ich kann mir vorstellen, dass man da wahrscheinlich hunderte Konkurrenten haben wird ... |
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Matthias: Offline
Ort: Freising ![]() Beitrag Datum: 11.05.2009 Uhrzeit: 14:58 ID: 33680 | Social Bookmarks: Kammer != BDIA Die Kammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Dort *muß* man Mitglied sein, sobald man in die Architektenliste eingetragen wird. Erst dann darf man sich Architekt, Landschaftsarchitekt oder Innenarchitekt nennen (mit allen Rechten wie Bauvorlageberechtigung, aber auch mit entsprechenden Pflichten). Entsprechende Ausbildung und Berufserfahrung werden vorausgesetzt, die Eintragungsvoraussetzungen kann man bei der jeweiligen Kammerwebseite nachlesen. Der BDIA ist (analog zum BDA und BDLA) ein Berufsverband, also ein *freiwilliger* Zusammenschluß von Planern. Im BDIA können auch Studenten oder Ingenieure der entspr. Fachrichtung Mitglied werden, die nicht in der Architektenliste eingetragen sind. Auch das lässt sich auf der Webseite des BDIA nachlesen. Für eine Bauvorlageberechtigung bringt der BDIA nichts. Hier in Bayern gibt es "nur" eine Architektenkammer (ByAK), in der Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner Pflichtmitglieder sind (in den anderen Bundesländern wird's wohl ähnlich sein). Die Verbände BDA, BDLA, BDIA (und deren jeweilige Landesgruppen/-verbände) dagegen sind unabhängig voneinander, hier sind die einzelnen Berufsgruppen "unter sich". Gruß, Matthias |
ehem. Benutzer Registriert seit: 28.09.2008
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Schmetterling*: Offline
![]() Beitrag Datum: 11.05.2009 Uhrzeit: 18:12 ID: 33683 | Social Bookmarks: Ach so. Ich dachte eigentlich, in jeder Kammer hätte man so strenge Vorschriften. Aber wenn man sogar schon als Student reinkommt, ist das wohl anders. (Ist die Bezeichnung der Innenarchitekten gar nicht geschützt?!) Aber in welche Kammer komme ich denn rein, wenn ich in Architektur einen Bachelor mache (6 Sem.) und in IA einen Master? Wahrscheinlich höchstens in den BDIA oder? Nur heißt das dann automatisch, dass ich unter diesen Voraussetzungen mich als Architekt gar nicht selbstständig machen kann? Wie könnte man denn sonst die beiden Bereiche vereinen? Oder meint ihr, es reicht auch, wenn man in Architektur auch den Master macht und sich anschließend an Designbüros wendet? |
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![]() ![]() Beitrag Datum: 13.05.2009 Uhrzeit: 16:53 ID: 33705 | Social Bookmarks: Übrigens: In den BDA (Bund Deutscher Architekten) kommst du auch nicht so einfach rein! Da musst du schon Architekt sein und was Anständiges gebaut haben. Des weiteren wird man von einem BDA Mitglied vorgeschlagen. Ganz schön elitär! Ich weiß jetzt nicht, wie es beim BDLA, BDIA so ist. [Da lohnt sich ein guter Freund.] ![]() |
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siren: Offline
Ort: Düsseldorf ![]() ![]() Beitrag Datum: 13.05.2009 Uhrzeit: 17:14 ID: 33706 | Social Bookmarks: Der BDIA ist da etwas netter, da kann man sich mehr oder weniger einfach anmelden, man muß halt Innenarchitektur studiert haben oder studieren. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Kosten der Mitgliedschaft. Warum will man da überhaupt unbedingt Mitglied werden? Nur die Mitgliedschaft berechtigt ja nicht zur Führung der Berufsbezeichnung "Innenarchitekt". |
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