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Archident will become famous soon enough

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Datum: 20.06.2011
Uhrzeit: 21:38
ID: 44102



AW: Architekturstudium. Das richtige fuer mich?

#1 (Permalink)
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Ich klinke mich mal hier ein, damit kein neuer Thread aufkommt und vllt bekommt der TE auch noch brauchbare Infos

Also ich werde mich wohl auch bald für ein Architekturstudium bewerben in Erfurt bzw Leipzig.

Ich bin zeichnerisch nicht der beste, aber kann schon sehr gut zeichnen, aber gibt halt richtige Cracks...^^

Ich will später aber auch Geld verdienen und dachte mir, ich werde mein Studium soweit es geht in den technischen Bereich schieben, Kreativität ab und zu, dann passt mir das eigentlich. Immer kreativ zu arbeiten, kann auch belastend sein, denke ich.

Mein Problem ist, dass ich vor dem Studium aufgrund meiner Ausbildung es nicht mehr schaffe, ein längeres Praktikum zu machen, ist ja bald Bewerbungsschluss.

Aber ich lese hier und in anderen Foren auch die negativen Eindrücke, 1 Beitrag von 20(Bsp) ist von jemandem, der seinen Beruf liebt, kommt mir so vor.

Die Gegenfrage, die sich mir stellt ist aber: wieso sollte ein erfolgreicher Architekt hier schreiben bzw warum sollte die Prozentzahl der hier aktiven Menschen zu gunsten der eben genannten gehen?

Möchte hier ja niemanden schlecht machen, hier sind ja auch viele, die noch studieren etc.

Aber ich muss sagen, in anderen Studiengängen(mit wenigen Ausnahmen) klingt es auch nie besser. Die Sozialpädagogen meckern nicht zu wenig Arbeit, aber über einen geringen Lohn, die anderen über wenig Zeit, die Literaten zB über viel zu wenig Stellen, die auch Verbindung mit ihrem Studium haben...und vieles mehr

Also ich habe schon großes Interesse an Planungen, Zeichnungen, Meetings(gibts die oft?), Präsentationen, Problemlösungen und frage mich, ob ich es angehen soll das Studium. Auch bin ich nicht gefeit gegen so viel negativ niedergeschriebene Erfahrungen, wie ich merke

Ab welchem Semester könnte man denn in einem Büro etc beginnen, um Erfahrungen zu sammeln und n paar Euros für das Studium? Erfahrung geht vor, aber ich werde dann ja wohl kaum Zeit haben für einen Nebenjob neben Projekten, Büro und Studium oder?

Gruß

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Datum: 21.06.2011
Uhrzeit: 09:42
ID: 44106



AW: Architekturstudium. Das richtige fuer mich?

#2 (Permalink)
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Ach, im Endeffekt hat doch jeder etwas über sein alltägliches Leben zu meckern oder? Ich glaube, man sollte froh sein, über jede Möglichkeit, die man bekommt...Und am Ende des Tages sammelt man immer Erfahrungen und ist schlauer...

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Datum: 21.06.2011
Uhrzeit: 10:46
ID: 44107



AW: Architekturstudium. Das richtige fuer mich? #3 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archident Beitrag anzeigen

Die Gegenfrage, die sich mir stellt ist aber: wieso sollte ein erfolgreicher Architekt hier schreiben bzw warum sollte die Prozentzahl der hier aktiven Menschen zu gunsten der eben genannten gehen?

Möchte hier ja niemanden schlecht machen, hier sind ja auch viele, die noch studieren etc.
Wenn du uns (mir) schon nicht traust, was die berufliche Situation in der Architektur angeht, vielleicht brauchst du ja etwas Objektives zu diesem Thema:

Jobampel Architektur

Klar, jeder ist seines Glückes Schmied und nicht jeder Architekturstudent wird später taxifahren, aber im Durchschnitt sind es eben doch mehr als in anderen Berufen. Und das hat seinen Grund, ist statistisch eben nicht vom einzelnen Individuum abhängig. Es gibt natürlich auch Architektursstudenten, die später gut verdienen oder sogar als Professoren durchstarten werden. Also auf und mach das Beste aus deinem Leben!

Geändert von Archiologe (21.06.2011 um 11:45 Uhr).

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Archident will become famous soon enough

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Datum: 21.06.2011
Uhrzeit: 15:43
ID: 44110



AW: Architekturstudium. Das richtige fuer mich? #4 (Permalink)
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Jobampel kenne ich natürlich schon, aber danke für den link nochmal.

Ja, ich weiß ja dass es nicht rosig ist...naja es kann nur besser werden?!

Eben, ich will ja sowieso nicht studieren um gerade so durchzukommen, sondern nehme mir vor der beste zu sein!

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Datum: 24.06.2011
Uhrzeit: 07:30
ID: 44149



AW: Architekturstudium. Das richtige fuer mich? #5 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archident Beitrag anzeigen

Ich will später aber auch Geld verdienen und dachte mir, ich werde mein Studium soweit es geht in den technischen Bereich schieben, Kreativität ab und zu, dann passt mir das eigentlich. Immer kreativ zu arbeiten, kann auch belastend sein, denke ich.

Aber ich lese hier und in anderen Foren auch die negativen Eindrücke, 1 Beitrag von 20(Bsp) ist von jemandem, der seinen Beruf liebt, kommt mir so vor.
Also Geld verdienen wirst Du in vielen anderen Berufen früher, sicherer und auch mit Gehaltserhöhungen langfristiger. Dazu kommt das die Verantwortung als Architekt meistens sehr viel höher ist als in vergleichbaren Berufen. Du stehst in vielen Dingen selbst grade, bzw. als Angestellter dann dein Büro, was aber auch niemand als Chef gerne sieht wenns schief läuft. Du bist häufig in einem permanenten Bereitsschaftsdienst, musst auch mal kurzfristig Dinge noch erledigen, obwohl der Feierabend vor der Tür stand. Das ist eher Alltag bei den Architekten als Ausnahme.
Die Menschen hier die als Architekten ihr Geld verdienen, verdient haben, haben sehr wahrscheinlich alleine schon über ihre Studienkollegen einen guten Einblick was im Markt so los ist. Und wenn dann negatives geschrieben wird kannst Du auch davon ausgehen das das der Situation entspricht. Wenn Du als Akademiker teilweise Jobs angeboten bekommst mit 1800 Brutto, Überstunden an der Tagesordnung sind, und die langfristige Perspektive sich finanziell auch wirklich zu verbessern fehlt, dann ist das schlicht und einfach im Verglich zu anderen Berufen negativ.
Es kann natürlich jeder entscheiden ob ihm das egal ist, obwohl ich ganz ehrlich glaube das jeder kein Problem hätte auch angemessen bezahlt zu werden.
Gerade zu Letzterem 2 Beispiele. Ein Kollege von mir im Mutterunternehmen in dem ich arbeite hat zur selben Zeit angefangen wie ich als Bau-Ing. Der hat in den 2 Jahren bereits 2 Gehaltserhöhungen und verdient nun knapp 50.000. Ich bin ebenfalls 2 Jahre dabei, habe keine Gehaltserhöhung bekommen und verdiene das nicht annähernd.
Ein anderes Beispiel: Hier soll ein weiterer Statiker eingestellt werden. Der wird nur halbtags arbeiten weil er noch in einem anderen Büro oder selbständig tätig ist. Seine in seinem Bereich nicht unrealistische Gehaltsvorstellung für den Halbtagsjob beträgt ebenfalls 50.000 im Jahr.
Man kann sich das alles schönreden mit der Architektur, für mich ist klar das da ein großes Missverhältnis herrscht.
Man kann nun lange darüber zetern und sich ärgern über diesen Zustand, da es aber nichts ändern wird, werde ich schauen mit welchen Weiterbildungen/Fernstudium ich meine bisherige Baukarriere in eine positive Richtung lenken kann. 2 ehemalige Kommilitonen haben das kurz nach dem Berufseinstieg gemacht, der eine BWL als Aufsatz und die andere Immobilienwirtschaft, und siehe da, auf einmal rollt der Rubel. Das Thema Planung ist dann natürlich vorbei, da geht es dann um andere Aufgaben, die eher wirtschaftliche Interessen haben.
Ich selbst kann nur jedem sagen der sich mit dem Thema Architekturstudium beschäftigt, lasst die Finger davon. Man muss sich schließlich fragen ob die Realität auf der einen Seite mit dem Frust der Ernüchterung nicht schwerer wiegt als der Verzicht auf ein Ideal. Und dann kannst Du auch etwas anderes studieren, was vielleicht nicht deinem Ideal entspricht, aber später weniger desillusionierend ist. Ausnahmen gibt es immer, auch welche die in diesem Bereich Karriere machen, aber es bleiben Ausnahmen.

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